Mi, 26. September 2018

"Agenten der USA"

23.02.2009 15:53

Zawahiri beschimpft Jemens Präsident und Saudis

Der zweite Mann an der Spitze des Terrornetzwerks Al Kaida, Ayman al-Zawahiri, hat das saudische Königshaus und den jemenitischen Präsidenten Ali Abdallah Saleh in einer Audio-Botschaft als "US-Agenten" heftig beschimpft. In der Aufnahme, die am Montag von Islamisten-Websites veröffentlicht wurde, sagt eine Stimme, die stark an die Stimme Zawahiris auf früheren authentischen Tonbändern erinnert: "Das Herrscherhaus von Ibn Saud und der jemenitische Präsident Ali Abdallah Saleh haben ihre Religion verkauft." Sie seien "Agenten der USA".

Das Tonband muss neueren Datums sein, weil Zawahiri in seiner Botschaft Bezug auf Ereignisse nimmt, die erst wenige Tage zurückliegen. Unter anderem erwähnt er die Rede, die der afghanische Präsident Hamid Karzai am 8. Februar bei der Sicherheitskonferenz in München gehalten hatte. Der Al-Kaida-Vize sagte, das Versöhnungsangebot Karzais an die sogenannten gemäßigten Taliban, die keine Beziehungen zu Al Kaida haben, sei genau so eine Farce wie zuvor der Versuch Saudi-Arabiens, zwischen dem afghanischen Präsidenten und den Taliban zu vermitteln. "Fallt nicht darauf herein!", so Zawahiri.

Durchhalteparolen für Gleichgesinnte
An die Adresse der militanten Islamisten in Somalia, für die Palästinenser im Gazastreifen und für die Al-Kaida-Zellen im Jemen gab es Durchhalteparolen. Die Eroberung des Sitzes des somalischen Übergangsparlaments in der Stadt Baidoa durch die islamistischen Kräfte sei "ein Schritt auf dem Siegeszug des Islam". Indes stieg nach einem Selbstmordanschlag auf die Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) in Somalia am Sonntag die Zahl der getöteten Soldaten auf elf. Die 15 bei dem Attentat in der Hauptstadt Mogadischu Verletzten wurden nach Nairobi in Kenia gebracht, wo sie medizinisch versorgt werden.

Al-Kaida-Terroristen im Irak hingerichtet
Im Irak sind drei Al-Kaida-Terroristen gehängt worden, die an der Enthauptung eines Offiziers der irakischen Armee beteiligt waren. Nach Informationen der Bagdader Tageszeitung "Al-Sabah" vom Montag hatte einer der zum Tode Verurteilten die spektakuläre Hinrichtung eines Offiziers gefilmt. Der Mann war von den Komplizen des Terroristen in der Provinz Diyala vor den Augen von Passanten geköpft worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.