Do, 20. September 2018

Politiker zu schwach

17.02.2009 18:32

Althaus-Prozess ohne Althaus?

In Leoben wartet man auf Nachricht aus Deutschland. Wie geht es Dieter Althaus? Kann er vernommen werden? Schließlich soll der Prozess gegen den Ministerpräsidenten Thüringens, der auf der steirischen Riesneralm einen tödlichen Skiunfall verursacht hatte, bald stattfinden. Er muss befragt werden, doch die Anklagebank dürfte leer bleiben.

Gut gehe es dem Spitzenpolitiker nicht, hört man aus Deutschland. Geistesabwesend soll er sein, an den Skiunfall könne oder wolle er sich nicht erinnern.

Im Reha-Zentrum, in dem er behandelt wird, spricht man zwar von Fortschritten, dass er bald in den Wahlkampf einsteigen kann (in Thüringen geht man im August zu den Urnen), bezweifeln aber auch seine CDU-Parteifreunde. Da wird's mit der Vernehmung zum Unfallhergang in der Obersteiermark wohl noch dauern.

Anklage wegen fahrlässiger Tötung droht
Und ohne Vernehmung gibt's keine Anklage. Obwohl deren Inhalt bereits festzustehen scheint: Fahrlässige Tötung! Ohne besonders gefährliche Umstände. Althaus war weder alkoholisiert noch ein Pistenraser. Ein Fall für den Bezirksrichter also. "Wie bei einem Verkehrsunfall", sagt Staatsanwalt Walter Plöbst. "Voraussichtlich genügt es, wenn sein Anwalt da ist - er selbst wird nicht kommen müssen."

von Werner Kopacka, "Steirerkrone"

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