"Sie haben sich nicht wie ein 48-jähriger Anwalt, sondern wie ein beleidigter 17-Jähriger verhalten!", warf Richter Gernot Patzak dem Beschuldigten vor. Der Stalker hatte seine Ex-Freundin - der verheiratete Jurist hatte mit ihr ein Verhältnis - wochenlang mit SMS, E-Mails und Briefen terrorisiert.
Patronenhülse mit "letzten Grüßen"
Das Ganze gipfelte darin, dass er eine leere Patronenhülse mit "letzten Grüßen" versandte. "Sind sie Jäger?", wollte der Richter wissen. "Ja!", antwortete der Jurist, "aber ich glaube nicht, dass das damit zu tun hat."
"Er hat versprochen, Sie in Ruhe zu lassen", beruhigte der Richter die Apothekerin zum Schluss. "Wunderbar!", bedankte sie sich. Man einigte sich diversionell auf 7.000 Euro Geldbuße. "Ich will ja nicht bagatellisieren, aber man sollte die Kirche im Dorf lassen," schloss der Richter.
Ausländerfehde vor Gericht
Ebenfalls am Mittwoch in Graz verhandelt, wurde eine Ausländerfehde zwischen Türken und Rumänen, die bei einem Türken (47) mit einem Bauchstich endete. Keiner der fünf Angeklagten wollte so richtig schuld sein. Das Gericht vertagte sich.
von Eva Molitschnig, "Steirerkrone"
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