Der angeklagte Landwirt aus dem Bezirk Knittelfeld hatte seit dem Jahr 2004 bis Juni 2008 insgesamt 28 Drohbriefserien an rund 20 Gegner des Projektes verschickt. In diesen Briefen drohte er, die Adressaten und deren Kinder zu töten. Weiters kündigte er an, dass er deren Brunnen oder Lebensmittel vergiften werde, falls sie ihre Einsprüche gegen das Projekt im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung nicht zurückzögen. Einigen Projektgegnern unterstellte er auch strafrechtliches Verhalten.
"Es war Dummheit"
Vor Richter Uwe Dumpelnik zeigte sich der 52-Jährige reumütig: "Ich weiß nicht, was in mich geschossen war." Als das Projekt aufgekommen sei, "sind meine Emotionen durchgegangen", beteuerte der inzwischen pensionierte Landwirt. Er habe nie den Gedanken gehabt, dass jemanden etwas passiert. "Es war Dummheit, ich habe mir nichts dabei gedacht", so der Angeklagte. Bei den im Gerichtssaal anwesenden Empfängern der Drohbriefen entschuldigte er sich schließlich.
Strafe angenommen
Das Gericht befand den Obersteirer für schuldig und verurteilte ihn zu acht Monaten bedingter Haft auf eine Probezeit von drei Jahren. Zusätzlich muss er eine Strafe von 240 Tagessätzen zu je 25 Euro bezahlen. Insgesamt 17 Privatbeteiligten wurden symbolische 100 Euro an Schadenersatz zuerkannt. Richter Dumpelnik erklärte, dass der lange Zeitraum sowie die Vielzahl der Opfer sich erschwerend und seine Unbescholtenheit sowie das Geständnis sich mildernd auf das - nicht rechtskräftige - Urteil ausgewirkt hätten. Der Landwirt nahm die Strafe sofort an.
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