Biathlon-Weltcup

Sumann holt sich in Oberhof vierten Weltcupsieg

Sport
12.01.2009 13:11
Der Steirer Christoph Sumann hat den ersten Massenstart-Bewerb der Biathlon-Weltcup-Saison gewonnen. In Oberhof absolvierte der Österreicher die 15 Kilometer in 38:11,9 Minuten (zwei Strafrunden) und distanzierte den Schweden Carl Johan Bergman um 9,7 (2) sowie den Norweger Ole Einar Björndalen um 9,9 (2) Sekunden. Für den 32-Jährigen war es der vierte Weltcupsieg seiner Karriere, zuletzt hatte Sumann im Jänner 2007 zwei Erfolge in Pokljuka gefeiert. Der zweite rot-weiß-rote Starter, Daniel Mesotitsch, landete beim Einzelrennen mit Massenstart auf Rang 17 (+1:43,6 Minuten/6).

Mit seinem souveränen Sieg machte Sumann das erfolgreichste (verlängerte) Biathlon-Wochenende für Österreich seit seinem Doppelsieg in Pokljuka im Jänner 2007 perfekt und jubelte: "Die Ösis haben die Hochburg Oberhof gestürmt." Dabei seien die Vorzeichen vor dem Rennen am Sonntag gar nicht gut gewesen. "Ich habe mich heute nicht besonders gut gefühlt, eine kleine Adduktorenzerrung ist dazugekommen", meinte der 32-Jährige nach dem Wettbewerb. "Ich bin eigentlich ohne große Spannung hinein gegangen."

Mit starker Laufleistung zum Sieg
Im Rennen selbst zeigte Sumann dann aber wie schon am Donnerstag, wo er als Staffel-Schlussläufer hauptverantwortlich für den Erfolg zeichnete (Bericht in der Infobox), eine starke Laufleistung, arbeitete sich kontinuierlich nach vorne, bis er nach dem letzten Schießen in Führung lag. Zwei Strafrunden vermochten ihn nicht zurückzuwerfen, schließlich leisteten sich auch seine beiden ersten Verfolger jeweils zwei Fehlschüsse. Umso erstaunter war der Gewinner: "Dass es dann so läuft, hätte ich nicht gedacht."

Erfolg kam für Steirer überraschend
Auch angesichts der schwachen Vorstellung im Sprint am Samstag kam der Sieg für Sumann überraschend. "Ich war eigentlich auf den Sprint gestern sehr fokussiert, weil ich auch im Einzel ein sehr gutes Ergebnis bringen wollte", erläuterte er. "Das ist aber völlig in die Hose gegangen. Ich war ziemlich geknickt, weil ich mir das nicht erklärten konnte. Wir haben das dann gestern auch noch lange analysiert. Vielleicht war der Ruhetag dazwischen nicht so gut, weil ich an Spannung verloren habe." Die nächsten Weltcup-Bewerbe der "Skijäger" gehen von Donnerstag bis Sonntag in Ruhpolding in Szene.

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