Kennengelernt hatten sie sich bei einem Single-Treff. Der 35-jährige Mann zog bald darauf bei der Steirerin ein. Er ging brav zur Arbeit und lud sie auch immer großzügig ein. Geldprobleme kannte er offenbar nicht, hatte immer große Scheine dabei. Was die Frau nicht ahnte: Das Geld, mit dem der neue Freund freigiebig umging, war ihr eigenes. Der Mann hatte überhaupt keine Arbeit und heimlich regelmäßig ihre Bankomatkarte aus der Tasche genommen! Und damit eine Stange Geld behoben, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.
7.080 Euro hat man dem mehrfach einschlägig vorbestraften Steirer vorgerechnet. Als die Frau ihre Kontoauszüge überprüfte, wollte sie Anzeige erstatten. Davon riet ihr der Freund ab, wie sie sagt: "Er hat gesagt, das würde nur Geld kosten..." Das nicht rechtskräftige Urteil: ein Jahr Haft.
Kein Einzelfall
Eine solche Geschichte ist wahrlich kein Einzelfall: Am selben Tag stand ein 40-jähriger Steirer vor Gericht, der auf ähnliche Weise vorgegangen war. Er war freilich so schlau, die Kontoauszüge der Lebensgefährtin verschwinden zu lassen... So soll es ihm laut Anklagebehörde gelungen sein, insgesamt 28.520 Euro (!) zu beheben. Das Urteil steht noch aus.
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