Betrug die Ölkürbis-Anbaufläche 2007 in der Steiermark noch rund 11.700 Hektar, waren es heuer nur etwa 10.400 Hektar (Österreich: 16.200 Hektar). Der Grund liege in der ungünstigen Preissituation im Frühjahr, so Bernhard Glawogger, Geschäftsführer des Erzeugerrings Steirisches Kürbiskernöl. Mit anderen Worten: Der Anbau anderer Kulturen wie Mais oder Getreide war für die Landwirte lukrativer.
Vorerst keine Engpässe
Da die Lager aufgrund der guten Vorjahresernte noch einigermaßen gefüllt sind, seien laut Glawogger vorerst keine Engpässe zu erwarten. Doch auch 2007 waren die Anbauflächen schon rückläufig - ein Trend, der nun mittelfristig zu einer Angebotsknappheit führen könnte. Einige Märkte, etwa im Exportbereich, wären bei Fortsetzung der Entwicklung nur noch schwer zu bedienen. Dazu komme der Druck aus Ländern wie der Ukraine, Russland und China, aus denen das Angebot an Kernen steige. Hier ärgert die steirischen Kürbisbauern die unklare Deklaration, der sie mit der noch besseren Positionierung ihres EU-geschützten Herkunftsproduktes begegnen wollen.
Nachfrage wächst ständig
Glawogger ist aber insgesamt optimistisch, dass der Ölkürbis im kommenden Jahr wieder großflächiger angebaut wird. Es gebe Anreize für die Bauern: Das Preisgefüge habe sich mittlerweile zugunsten des Kürbis gedreht und die Nachfrage nach Kürbiskernöl wachse ständig - in Deutschland sogar im zweistelligen Bereich. Der derzeit hohe Marktpreis von rund 3,40 Euro pro Kilogramm Kerne dürfte aber kaum zu halten sein.
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