"Seit der Tour de France 2008 stand die International Sports Agency als Ansprechpartner für Presseanfragen bezüglich Bernhard Kohl zur Verfügung. Wie allseits bekannt, haben sich die Rahmenbedingungen jedoch in den letzten Wochen drastisch verändert. Aufgrund der nunmehr fehlenden wirtschaftlichen und medialen Notwendigkeit, haben wir unsere Zusammenarbeit einvernehmlich per sofort beendet", hieß es in der von Kohl und Matschiner gezeichneten Aussendung.
Berhard Kohl hat erst am Mittwoch eine schlechte Nachricht verarbeiten müssen, als der Vorstand des ÖRV, des Österreichischen Radsportverbandes, beschlossen hat, sich dem Strafverfahren anzuschließen, das die Staatsanwaltschaft derzeit gegen ihn vorbereitet. ÖRV-Präsident Otto Flum sagte dazu: "Auch aufgrund des Schadens, der dem ÖRV entstanden ist!"
Die Mühlen der Justiz mahlen
"Wir wollen damit ganz klar dokumentieren, dass wir an jeder Aufklärung von Dopingvergehen aktiv mitarbeiten. Wir wollen damit auch der Staatsanwaltschaft die Möglichkeit geben, in dem Fall Kohl aktiv zu werden. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass eine Anzeige eingebracht wird. Dies ist unseres Wissens bereits geschehen, wodurch die Mühlen der Justiz zu mahlen beginnen."
Nach Empfinden des ÖRV seien in der Vergangenheit zu viele Fälle nicht ausreichend verfolgt und zu oft Verfahren eingestellt worden. Man hoffe auch, an die Hintermänner zu gelangen. Bernhard Kohl ist am 24. November wegen Dopings von der Nationalen Anti-Doping-Agentur NADA für zwei Jahre gesperrt worden.
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