Das 4,5 Millimeter dicke, acht Millimeter lange, vorne zugespitzte Projektil war in einer Vene des 15-Jährigen steckengeblieben und wanderte über den Blutkreislauf in Richtung Becken. Das war der Grund, warum zwei Eingriffe vorerst erfolglos verliefen. Erst am Mittwoch wurde das Projektil beim dritten Eingriff - der eine Stunde dauerte - entfernt, noch bevor es zu einer Entzündung kommen konnte.
Schuss aus kurzer Distanz
Dank einer kriminalistischen Meisterleistung der Polizei wurde der 19-jährige Schütze Dienstagabend ausgeforscht. Den Angaben des Kellnerlehrlings zufolge hatte er im Elternhaus eine (um 150 Euro gebraucht gekaufte) Gasdruckpistole getestet. Weil ihn das bald langweilte, ging er ins Freie. "Dort schoss er aus kurzer Distanz auf das vorbeifahrende Moped", so ein erhebender Polizeibeamter. "Er schwört, dass er den Schüler nicht verletzen wollte."
Schmerzen kamen erst nach zwei Stunden
Zum Zeitpunkt der Tat war das 15-jährige Opfer von Stainztal kommend in Richtung Lieboch zu seiner Großmutter unterwegs. Dass er getroffen wurde, spürte er erst zwei Stunden später - als die ersten Schmerzen kamen.
von Manfred Niederl und Eva Molitschnig, "Steirerkrone"
Symbolbild
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.