Fr, 20. Juli 2018

Schöner ballern

15.10.2008 10:25

Crysis Warhead

Weniger als ein Jahr nach dem Shooter-Highlight "Crysis" schickt das Frankfurter Entwicklerstudio Crytek "Crysis Warhead" ins Rennen. Die bombastische Grafik und die Rahmenhandlung des ersten Teils wurden übernommen, die Geschichte wird diesmal allerdings aus der Perspektive einer anderen Person erzählt.

"Crysis Warhead" ist demnach keine Fortsetzung, sondern erzählt die Story von "Crysis" aus der Sicht des britischen Sergeant "Psycho" Sykes. Spielern des ersten Teils ist Psycho natürlich ein Begriff: Der Gute war sowohl zu Beginn des Spiels als auch beim großen Finale zu sehen. Anfang und Ende der Geschichte sind Crysis-Veteranen somit bekannt, allerdings spielt "Crysis Warhead" auf jenem Teil der Insel, der im "Vorgänger" nicht erkundet wurde.

Einen Unterschied macht dies für den Spieler nicht: Natürlich muss man auch am anderen Teil der Insel gegen böse Nordkoreaner und Außerirdische kämpfen. Überraschungen wie das Auftauchen der Aliens und das Entstehen der Eiswelt sind somit vorhersehbar.

Spannung und Spielspaß bleiben aber trotzdem nicht auf der Strecke, denn auch Psycho verfügt über den aus "Crysis" bekannten Nanosuit, der auf Knopfdruck Geschwindigkeit, Stärke, Tarnung oder Panzerung seines Trägers verstärkt. So schön diese Funktionen auch sind: Ein paar Neuerungen am Hightech-Anzug sucht man vergeblich.

Neuerungen gibt es dafür beim Waffenarsenal und den Fahrzeugen. So bekommen Gamer mit dem AY69 etwa eine neue Maschinenpistole spendiert, die – zwei Exemplare vorausgesetzt – auch beidhändig verwendet werden kann. Ein neuer Truppentransporter, der mit mittelschweren Waffen ausgerüstet ist, und ein flottes Hovercraft stehen ebenfalls zur Verfügung. Änderungen gibt es auch im Bereich der künstlichen Intelligenz bzw. des Balancings: Die Gegner stecken zwar nicht mehr so viele Treffer weg wie in "Crysis", gehen dafür nun aber taktischer zu Werke.

Die Story des Shooters ist streng linear aufgebaut, die Ziele der einzelnen Missionen sind dadurch sehr klar vorgegeben. Die Atmosphäre des Games leidet dank intensiver Script- und Filmsequenzen sowie den Psycho zur Seite stehenden KI-Kollegen jedoch nicht darunter. Alles in allem dauert Psychos Auftritt mit Action vollgepackte acht Stunden.

Im Anschluss daran darf man sich dem auf einer Extra-DVD beiliegenden Multiplayer-Modus namens "Crysis Wars" zuwenden. Neben den bereits bekannten Modi "Power Struggle" und "Deathmatch" gibt es auf den insgesamt 21 Karten jetzt auch die Möglichkeit, ein Team-Deathmatch zu spielen. Neue Waffen und Fahrzeuge aus der Einzelspielerkampagne wurden in den Multiplayer-Part integriert.

Fazit: Wer "Crysis" kennt und liebt, hat "Crysis Warhead" entweder schon zuhause oder wird es in Kürze sein Eigen nennen. Auch wenn der Titel im Vergleich zum "Vorgänger" keine wesentlichen Neuerungen mit sich bringt: "Crysis Warhead" bietet die gewohnt herausragende Optik in Verbindung mit Top-Action und einigen Verbesserungen im Gameplay sowie dem Storyablauf. Wer wirklich in den vollen Genuss des Spieles kommen möchte, sollte mit seinem PC allerdings auf dem neuesten Stand der Technik sein.

Plattform: PC
Publisher: Electronic Arts
Krone.at-Wertung: 8/10


von Andreas Graf

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