Mi, 22. August 2018

Schwarzer Zank

28.09.2008 12:28

Feind, Todfeind, "Parteifreund"

Feind, Todfeind, Parteifreund! Wie wahr, gerade in diesen Tagen. So wird in der steirischen ÖVP-Zentrale genüsslich ein Bonmot aus dem Parlament kolportiert, das den steirischen Spitzenkandidaten, Martin Bartenstein (im Bild rechts unten), ziemlich auf die Schaufel nimmt. Oder besser, dessen nur sehr oberflächliche Verankerung in der Landespartei beschreibt.

Bartenstein deponierte diese Woche ja unmissverständlich und wie folgt: "Ich werde unter einer Regierung Faymann als Minister nicht mehr zur Verfügung stehen." Gut! Das sei allerdings die deutlichste Wahlempfehlung gewesen, die es bis dato für den roten Kanzlerkandidaten gegeben hätte, so ein trockener Kommentar aus der schwarzen Parteizentrale. Na bumm...

Ministrabler Bauernbundpräsident
Apropos Parteifreunde! Mit denen hat auch der joviale Bauernbundpräsident Fritz Grillitsch aktuell so seine liebe Not. Der bemüht sich in der obersteirischen Heimat, einen kleinen, feinen, dafür sehr engagierten Vorzugsstimmenwahlkampf zu führen. Doch zu viel Einsatz, das ist auch nix. Also wurde gleich einmal ein Gerücht lanciert: Grillitsch "spitze" eigentlich auf den Regierungssitz von Agrarier Hans Seitinger. Ergo sei jede Vorzugsstimme für die Katz. Schlechtes Ergebnis hieße aber schlechte Karten im Machtpoker, wo immer der stattfindet. Denn Grillitsch gilt ja auch als durchaus ministrabel, sollte etwa Josef Pröll nach der Wahl als neuer schwarzer Chef mit den Sozialdemokraten koalieren.

Die Heckenschützen - "die braucht man kurz vor einer solchen Wahl wie einen Kropf" - vermuten die Bauernbündler bei den Freunden vom ÖAAB. Spätestens seit Grillitsch in einem "Steirerkrone"-Interview von ÖVP-Landeschef Hermann Schützenhöfer "mehr Leidenschaft" eingefordert hatte, sind sich die beiden alles andere denn grün...

Aber in der Causa wird auch das Murren beim ÖVP-Fußvolk laut. Es vermisst Haltung, wie sich's für einen Parteichef ziemen würde. Nämlich, dass der sich vor (oder hinter) den Regierungskollegen stellt und Ablösegerüchte deutlich dementiert...

"Steiermark inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"

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