"In Österreich gibt es pro Jahr im Durchschnitt etwa 30 Erdbeben," erklärte der Seismologe Edmund Fiegweil. "Wir haben aber schon Jahre mit nur acht Beben gehabt, wenn dann doch ein größeres kommt, zieht es gelegentlich mehrere Nachbeben nach sich."
Beben kaum zu spüren
Zu den größeren Beben zählte das aktuelle in der Obersteiermark aber nicht. "Bei einer Stärke von 2,2 merken es die wenigsten, das fängt erst ab 4 oder 5 an - und selbst dann gibt es selten ernsthafte Schäden", meinte Fiegweil. Das stärkste Beben in diesem Jahr in der Steiermark hat auf der Richterskala bis 3,8 ausgeschlagen, so der Experte.
Stärkere Beben nur in Mur-Mürz-Furche
In den vergangenen 50 Jahren soll es nur in der Mur-Mürz-Furche zu gelegentlichen Beben der Stärke 6 gekommen sein, aber auch das war schon länger nicht mehr der Fall. Fiegweil: "In Flusstälern kommen noch am ehesten Erdbeben vor, weil in der Mitte zwei große Gesteinsmassen aufeinandertreffen." Das stärkste steirische Erdbeben, von dem es Aufzeichnungen gibt, liegt rund 800 Jahre zurück: "1201 soll es in der Nähe von Murau Erschütterungen gegeben haben, bei denen Burgen und Schlösser eingestürzt sind", erzählt Fiegweil. Dafür gebe es aber keinen wissenschaftlichen Beweis.
Symbolbild
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