Nach dem traditionellen Mannschaftsfoto im Hof vor der Botschafterstiege versammelten sich die Athleten im Zeremoniensaal den Sportarten nach alphabetisch in Hufeisenform. Ehe sie vom Bundespräsidenten per Handschlag begrüßt und gleichzeitig verabschiedet wurden, hatten auch noch ÖOC-Präsident Leo Wallner, Sport-Staatssekretär Reinhold Lopatka und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer das Wort ergriffen.
Fischer: "Ich habe mich auf diese Vereidigung sehr gefreut, denn es ist so etwas wie ein Startschuss", erklärte der Bundespräsident gegenüber den Sportlern, Trainern und Funktionären. "Jetzt beginnt ein Abschnitt in Ihrem Leben, den Sie nicht vergessen werden." Der frühere Erste Nationalratspräsident betonte weiter, dass die Leistungen der ÖOC-Mannschaft dem Sport in Österreich starke Impulse geben würden.
UHBP wünscht Glück
Der 69-Jährige schloss seine Rede mit den Worten "Meine Glückwünsche begleiten Sie auf dem Weg nach Peking!" Bei seinem Gang durch die Reihe der Aktiven zeigte er sein Sportverständnis, indem er etwa dem ungarischen ÖTTV-Herren-Bundestrainer Ferenc Karsai etliche Spieler des ungarischen Wunderteams der Fünfziger aufzählte. Von Tischtennis-Europameisterin Liu Jia erhielt Fischer ihr Buch "Peking - Linz und zurück" überreicht.
Wallner strich das sportliche Interesse Fischers hervor: Als erster Österreichische Bundespräsident war er bei einem Olympia-Ereignis im Ausland, und zwar bei der Herren-Abfahrt in Turin." Der ÖOC-Chef bezeichnete die Athleten als "Stille Botschafter unseres Landes". "Ganz Österreich blickt auf euch. Ihr könnt schon stolz sein, weil es euch gelungen ist, die harte Qualifikation zu durchstehen. Viel Erfolg und Glück sowie friedliche und sichere Spiele."
Wortspenden auch von Lopatka und Gusenbauer
Lopatka wies auf die Vorbildwirkung der Sportler für die Bevölkerung hin. "Alle Augen werden auf Sie gerichtet sein. Wenn Sie Erfolg haben werden, werden auch die Österreicherinnen und die Österreicher diesen Erfolg haben. Und wenn Sie gewinnen, gewinnt der österreichische Sport." Für Gusenbauer habe sich in den vergangenen Jahren in den Sommersport-Arten in Österreich gezeigt, dass international besser mitgehalten werden könne. "Aber es gibt noch einige weiße Flecken im österreichischen Sport, denn Österreich ist nicht in allen Olympia-Sportarten vertreten. Das bringt den Auftrag an die Sportpolitik, daran zu arbeiten, dass wir hier breiter werden."
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