Erst in der zweiten Hälfte konnte sich Sturm auf das quirlige Spiel der technisch starken Gäste einstellen und übernahm das Kommando. Honved präsentierte sich zunächst als besseres Team, als von Sturm gehofft worden war. Vor allem mit Stürmer Guie Gneki Abraham hatte die Grazer Abwehr einige Mühe. Immer wieder lief der Ivorer den Sturm-Verteidigern davon. In der 19. Minute vergab Guie Gneki die große Chance auf die Führung. Mattias Sereinig, der den gesperrten Mario Sonnleitner in der Innenverteidigung ersetzte, verschätzte sich bei einem weiten Ball, der Honved-Stürmer setzte den Ball aber neben das Tor.
Honved hatte in der ersten Hälfte gefährlicher gewirkt, die größte Chance ergab sich jedoch für Sturm aus einem kurios abgeschlossenen Konter (14.). Samir Muratovic setzte sich auf der rechten Seite durch, strauchelte aber im Dribbling und lenkte den Ball im Fallen mit der Hand zu Marko Stankovic, der den Ball aus 20 Metern genau ans Kreuzeck hob, von dem der Ball ins Feld zurücksprang. Trotz der Probleme, die die technisch starke Honved-Mannschaft Sturm bereitete, waren auch die Steirer immer wieder gefährlich. Peter Hlinka (37.) setzte einen Pass des nach 35 Minuten für den verletzten Muratovic eingewechselten Sturm-Talents Jakob Jantscher aus guter Position weit neben das Tor.
Ungarn gaben sich mit 0:0 zufrieden
In der zweiten Hälfte tauchte der zuvor so auffällig agierende Guie Gneki aber genauso wie die gesamte Honved-Mannschaft ab. Es war Torhüter Balazs Raboczki, der in den zweiten 45 Minuten in den Mittelpunkt rückte. In der 53. Minute parierte er einen scharfen Schuss des Sturm-Außenverteidigers Fabian Lamotte, weiters zeichnete er sich gegen Andreas Hölzl (60.) und Mario Haas (64.) aus. Die Ungarn wankten unter dem immer größer werdenden Druck, fielen aber nicht.
Auch Marko Stankovic, der nach dem Ausscheiden von Regisseur Muratovic in die Rolle des Spielgestalters gerückt war, konnte Raboczki nicht bezwingen. Die Ungarn waren in der Schlussphase des Spiels mit dem torlosen Unentschieden zufrieden und hatten in mehreren Situationen Glück, dass sie ihr Ziel erreichten. In der Schlussviertelstunde vergaben Stankovic (74.) und Haas (75.) gute Möglichkeiten, in der 78. Minute knallte Jantscher den Ball ans Außennetz. Die größte Chance auf den Sieg vergab abermals Jantscher, der in der 87. Minute einen Ball aus wenigen Metern volley am Tor vorbeischob.
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