Die verwitwete Pensionistin war am Sonntag, dem 8. Juli 2007, um 17.15 Uhr zum letzten Mal lebend gesehen worden; einen Tag später, am Montag, dürfte sie ihrem Mörder begegnet sein - nachdem sie ihre Wohnung im Haus Erlengrund 40 verlassen hatte, um einkaufen und auf den Friedhof zu gehen.
Mit Ast niedergeschlagen
So wie immer spazierte sie durch das kleine Wäldchen - wo sie jemand mit einem Ast niederschlug und ihr die Handtasche raubte. Danach wurde die Bewusstlose vom Täter in ein Gebüsch gezerrt, mit Laub und Zweigen zugedeckt.
Ermittler: "Sie musste wegen 50 Euro sterben"
"Sie lebte noch und war nicht so schwer verletzt, dass sie hätte sterben müssen. Weil ihr aber niemand half, ist sie innerlich verblutet", sagt Anton Kiesl, Mordgruppenchef im Landeskriminalamt, zur "Krone". Und weiter: "Sie musste wegen 50 oder vielleicht auch 100 Euro sterben, mehr war in ihrer Handtasche sicher nicht drin..."
Verwandte fanden die Leiche
Die Leiche der Frau wurde am 13. Juli von Angehörigen gefunden. "Die besorgten Nachbarn haben uns zuvor verständigt, dass sich vor Ediths Wohnungstür die Zeitungen angehäuft haben", erzählte damals die 56-jährige Hannelore R., die Cousine der Toten, im Gespräch mit der "Krone".
Erst am 17. Juli, als man Edith Brandstätters Tasche mit dem abgerissenen Trageriemen fand, stand fest, dass die Weststeirerin Opfer eines Raubmörders geworden war.
Ermittler geben nicht auf
Seitdem ist ein Jahr vergangen - und der Täter läuft noch immer frei herum. Doch die Ermittler geben nicht auf und sind sich sicher, dass sie ihn eines Tages zu fassen kriegen.
von Peter Riedler, "Steirerkrone"
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