27.05.2008 17:49

Das Narzissenfest

25.000 Menschen beim großen Finale

Beim großen Finale des 49. Narzissenfestes im Ausseerland haben beim traditionellen Autokorso Comic-Figuren die Nase vorne gehabt: Obelix (im Bild) setzte sich bei seinem ersten Auftreten als Narzissenfigur beim Autokorso durch, sehr zur Freude der rund 25.000 Gäste. Sonderpreise gingen an die Schöpfer der Figur Remy, der kochenden Ratte aus dem Film Ratatouille sowie bei den "alten Gestellen" an die Schöpfer von Dagobert Duck aus Entenhausen. Laut Narzissenfestverein blieben heuer rund 1,1 Millionen Euro an Wertschöpfung in der Region.

Mehr Bilder findest du in der Infobox!

"Der unbezwingbare Gallier Obelix, ein Werk der Familien Kranabittl, Klanner, Möstl und Margotti, wurde von der Jury zum Sieger des Autokorsos in der Kategorie "neue Gestelle" gewählt", so Narzissenfest-Obmann Herbert Stocker. Rund eine Million Narzissenblüten in kunstvoller wie mühsamer "Steckung" krönten das viertägige Narzissenfestes in der Region Ausseerland-Salzkammergut. Die Motive waren zahlreich: Mäuse oder Bären, Schneemänner, Lederhosen, Berge oder Löwen - insgesamt 37 Figuren zogen im Autokorso durch Bad Aussee. Der Bootskorso fand am Nachmittag auf dem Altausseersee statt.

Auf den Plätzen
Platz zwei beim Autokorso belegten ex aequo der "Grundlseer Pascher" - eine Volkstanzszenerie - von Martin Hillbrand und der Hintenkogel Hüttlpass aus Bad Aussee sowie der Wassermann von Johann Mally aus Deutschlandsberg. Platz drei konnte Remy die Kochratte "Ratatouille" von Stabel, Hillbrand und Team/Volkshilfe Ausseerland für sich erobern. In der Kategorie "alte Gestelle" gewann Dagobert Duck von der Jungen ÖVP Bad Aussee. Platz zwei ging an das Känguru von Rudolf Fuchs und seinem Team aus Bad Aussee. Platz drei erzielte Winni Pooh, ein Werk der Mitarbeiter und Gäste des Jugend- und Gästehauses Grundlsee.

Die Juniorengruppe
In der Juniorengruppe siegte die Biene "Vereins-Maja" von der Hauptschule 2 in Bad Aussee mit knappem Vorsprung vor dem Eichhörnchen der Rotkreuzjugend im Ausseerland und dem Küken in der Ei-Schale, einer Gemeinschaftsarbeit der 3a-Klasse der Hauptschule 1 Bad Aussee und ihrer Partnerklasse von der Pädagogischen Hochschule in Strebersdorf.

Sonderpreise
Die Sonderpreise für originelle Ideen gingen dieses Jahr an: Remy, die Kochratte, gefolgt von Biene Maja und Obelix ex aequo mit dem Grundlseer Pascher. Für die schöne Ausführung ausgezeichnet wurde Obelix, gefolgt von Dagobert Duck und Remy. Der Sonderpreis für auswärtige Teilnehmer (nicht aus der Salzkammergut-Region) ging an den Wassermann von Johann Mally aus Deutschlandsberg. Zehn Teilnehmer wurden mit Treueprämien geehrt. Einsamen Rekord verzeichnet die Freiwillige Feuerwehr Bad Aussee mit 49 Teilnahmen.

Arbeiten dauern eine ganze Nacht
Die Teilnahme am Korso ist mit viel Arbeit, hohem Idealismus und handwerklichem Geschick verbunden. Die Motive werden aus einem Holz- oder Baueisengestell gefertigt und mit einem so genannten Sechskantengeflecht aus Drahtgitter überzogen. Aus bis zu 40.000 Narzissenblüten wird dann die Blütenskulptur gefertigt. An einem Motiv arbeiten oft bis zu 15 Personen. Die Steckarbeiten werden in der Nacht vor dem Korso an einem kühlen Ort durchgeführt und dauern in der Regel die ganze Nacht hindurch.

Die Narzissenkönigin
Die Narzissenkönigin 2008 heißt Elisabeth Geweßler und kommt aus Tirol! Die 25-jährige Diplomkrankenschwester und Hebamme stammt aus Wörgl, hat aber steirische Wurzeln. Sie setzte sich Donnerstagnacht gegen ihre neun Mitbewerberinnen durch und repräsentiert ab sofort ein Jahr lang mit ihren beiden Prinzessinnen Vera Albrecht (19) aus dem obersteirischen Altaussee und Andrea Schiefer aus Mauterndorf (Salzburg) das Ausseer Narzissenfest! "Der baldige 80. Geburtstag meines Opas hat mich zur Kandidatur bewogen - umso schöner, dass ich gewonnen habe!", strahlte die Siegerin.

Dirndl auf Überholspur
Die Jury mit Prominenz aus Politik & Wirtschaft war sich auf jeden Fall einig. Sie konnte sich auch davon überzeugen, dass das Dirndl weiter auf der Überholspur bleibt. "Zum ersten Mal in der Geschichte des Festes haben sich alle zehn Kandidatinnen in Tracht präsentiert", weiß Manfred Niederl, der Narzissenfest-Experte der "Steirerkrone".

Der Narzissenlauf
Das Wetter am Fronleichnamstag war perfekt: Nicht zu heiß, nicht zu kalt, ab und an fiel leichter Nieselregen zur Abkühlung. Dementsprechend groß war der Andrang. Etwa 400 Teilnehmer ritterten zu Mittag in zwei Kategorien um eine Goldmedaille. Bei den Damen erreichten dieses Ziel Michaela Arthofer (15,5 km/1:13:05) und Maria Wedl (8,1 km/33:51,2). Bei den Herren waren Andreas Ringhofer (52:43,8) und Niklas Kröhn (28) die Schnellsten.

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