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01.10.2016 - 22:41
Foto: APA/dpa/Jörg Carstensen

Crystal Meth: Deutscher Grüner kauft sich frei

13.04.2016, 21:49

Die Affäre rund um den mutmaßlich mit Crystal Meth erwischten deutschen Grünpolitiker Volker Beck ist - zumindest aus dessen Sicht - ausgestanden: Der 55- Jährige kaufte sich mit 7000 Euro frei, wie die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mitteilte. Damit sind die Ermittlungen offiziell eingestellt.

Der Politiker war Anfang März in Berlin mit 0,6 Gramm einer verdächtigen Substanz kontrolliert worden, bei der es sich laut Medienberichten um die Droge Crystal Meth gehandelt haben soll. Beck legte nach Auffliegen der Affäre seine Posten als innen- und religionspolitischer Sprecher der Fraktion sowie als Vorsitzender der deutsch- israelischen Parlamentariergruppe nieder und ließ sich krankschreiben.

"Mein Verhalten war falsch und dumm"

Am Mittwoch äußerte sich Beck in Berlin erstmals persönlich zum Thema - und gab sich zerknirscht: "Mein Verhalten war falsch, und es war dumm. Das tut mir leid", wurde er in deutschen Medien zitiert. "Leid tut mir auch, dass ich es vielen Menschen, die mich seit Jahren unterstützen, in den letzten Wochen nicht gerade leicht gemacht habe." Er bat um Entschuldigung - auch in einem schriftlichen Statement.

Mit dem unmittelbar nach Bekanntwerden des Drogenfundes vollzogenen Rücktritt von seinen Fraktionsfunktionen ist die Angelegenheit für Beck anscheinend ausgestanden: Trotz Aufhebung seiner Immunität bleibt er Bundestagsabgeordneter, die Krankschreibung bleibt freilich aufrecht: "Mein Arzt rät mir, die Arbeit allenfalls stundenweise wieder aufzunehmen", so Beck.

Drogenbesitz verharmlost? Beck bedauert

Für seine viel zitierte erste Reaktion auf die Affäre, er sei "immer ein Verfechter liberaler Drogenpolitik" gewesen, hatte Beck nun auch eine neue Interpretation parat: Menschen, die Drogen nehmen, dürften nicht kriminalisiert werden, habe er damit gemeint. Gleichzeitig wolle er den Konsum bestimmter Substanzen aber nicht verharmlosen. "Dass es missverstanden werden konnte, dafür bitte ich um Verzeihung", so Beck.

13.04.2016, 21:49
red
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