Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
10.12.2016 - 23:07
Foto: Vier Pfoten/2016

"Vier Pfoten" aktiv im Khan Younis Zoo in Gaza

10.06.2016, 10:31

Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" hat bereits in der Vergangenheit mehrmals Notfall- Missionen im Gazastreifen durchgeführt, um Tiere vor dem Hungertod zu bewahren. Nun kam abermals ein Hilferuf aus dem Khan Younis Zoo: Nachdem der Zoobesitzer bereits mehrere seiner Tiere verkaufen musste, weil ihm finanzielle Mittel fehlen, möchte er nun mit Unterstützung des Vereins eine bessere Lösung für seine verbliebenen Tiere finden.

Darunter befindet sich auch "Laziz" - der letzte Tiger in Gaza, ebenso wie ein buntes Sammelsurium anderer Tierarten wie etwa ein Stachelschwein, Schildkröten, Affen und einige andere. Alle von ihnen sind verwahrlost und benötigen dringend medizinische Versorgung. Ein "Vier Pfoten"- Team konnte gestern in Gaza einreisen und wird voraussichtlich bis Ende der Woche vor Ort aktiv sein und die Lage gründlich evaluieren.

Foto: Vier Pfoten/2016

Medizinische Versorgung und Sicherheitschecks

"Es muss unbedingt eine nachhaltigere Lösung für die Tiere gefunden werden", betont Dr. Amir Khalil, Leiter der Notfall- Mission in Gaza. "Wir werden die Tiere medizinisch versorgen und auch einen dringend notwendigen Sicherheitscheck bei den Gehegen durchführen - sonst sind im schlimmsten Fall auch noch die Zoobesucher in Gefahr, sollte der Tiger Laziz oder ein anderes Wildtier aus dem Gehege entkommen. Außerdem werden wir mit allen Beteiligten gemeinsam besprechen, welche Lösungsansätze umsetzbar sind."

Khan Younis - der "schlimmste Zoo der Welt"

Der Khan Younis Zoo kam bereits vor Monaten zu seinem zweifelhaften Ruf als "schlimmster Zoo der Welt", nachdem bekannt wurde, dass der Besitzer nicht nur Probleme hatte, seine noch lebenden Tiere zu versorgen, sondern auch die verstorbenen mumifiziert in ihren Gehegen ausstellte. Khalil: "Wir wollen mit unseren Gesprächen und unserer Evaluierung der Situation hier vor Ort helfen, die bestmögliche Lösung für die Tiere zu finden."

Tieren drohte der Hungertod

Die "Vier Pfoten" versuchen bereits seit Februar, eine langfristige Lösung für das Problem zu finden. Damals erreichte ein weiterer Hilferuf aus Gaza die Tierschutzorganisation. Die Bemühungen stießen jedoch auf diverse Schwierigkeiten. Nach einem besonders harten Winter in Gaza waren die Besucher ausgeblieben und die Zoos generierten kaum Einnahmen. In der Folge organisierte die Organisation Futterverteilungen, die halfen, die betroffenen Tiere vor dem Hungertod zu bewahren.

Alle Beteiligten müssen kooperieren

Mittlerweile hat sich die finanzielle Situation wieder etwas gebessert, dennoch leben die Tiere immer noch unter extrem schlechten Haltungsbedingungen und ohne angemessene medizinische Versorgung. Abgesehen von logistischen Hürden, die Missionen vor Ort erschweren, gibt es in Gaza keine gesetzliche Grundlage bezüglich der Privathaltung von Wildtieren. Die "Vier Pfoten" könnten daher nur aktiv werden, wenn alle Beteiligten zur Kooperation bereit sind, so der Verein in einer Aussendung.

10.06.2016, 10:31
red
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum