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03.12.2016 - 22:55
Foto: Pfotenhilfe/Sascha Sautner (Symbolbild)

Pfotenhilfe: Wer Enten & Co mag, füttert sie nicht

18.06.2015, 09:45
Enten, Gänse oder Schwäne haben sich längst dem menschlichen Lebensraum angepasst und die Scheu vor uns Menschen teilweise verloren. Regelmäßig kann man beobachten, dass Parkbesucher an Teichufern stehen und altes Brot ins Wasser werfen, auf das sich die Vögel gierig stürzen. Doch die Tierschützer der Pfotenhilfe warnen: "Unsere Essenreste helfen den Tieren nicht - sie sind ungesund und schädlich sowohl für die Tiere als auch für das Gewässer, in dem sie leben."

Enten und Gänse füttern und damit den Tieren Gutes tun? "Wir haben es wohl alle schon erlebt - wirft man Wasservögeln Brotreste hin, stürzen sie sich regelrecht auf die Nahrung als wären sie total ausgehungert“, erklärt Sascha Sautner, Sprecher der Pfotenhilfe . "Doch mit Hunger hat das gar nichts zu tun, denn die Tiere haben nur die Scheu vor uns Menschen verloren und finden es bequemer, sich mit unserem 'Fast Food' füttern zu lassen, als sich selbst auf die Suche nach Nahrung zu machen."

Brotreste können Tieren schaden

Und genau hier beginne das Problem, so der Tierschützer: Die natürliche Scheu dem Menschen gegenüber sollte erhalten bleiben, um Unfälle im Straßenverkehr oder mit Heimtieren wie Hund und Katz zu vermeiden. "Außerdem finden die Tiere in den Parks ausreichend natürliche Nahrung. Unser Brot enthält für die Vögel zu viel Salz und quillt im Magen der Tiere auf", so Sautner. Schädlich sei vor allem die Menge an Brotresten, die die Tiere von uns Menschen zugefüttert bekommen. Daher empfiehlt die Pfotenhilfe, Wasservögel generell nicht zu füttern. "Wenn man schon füttern möchte, dann sollte man es unbedingt mit Wasservogelfutter aus dem Fachhandel machen", appelliert der Tierschützer.

Auch Wasserqualität leidet

Außerdem sei das Futter laut Sautner weder gut für den Park noch für die Wasserqualität. Die Brotbrocken im Wasser reichern das Wasser mit zusätzlichen Nährstoffen an, die der Natur vor allem im Sommer große Probleme bereiten. Warmes Wasser kann weniger Sauerstoff binden als kaltes, also kann der Sauerstoffgehalt so stark sinken, dass Fische und Pflanzen regelrecht ersticken – das nennt man Eutrophierung oder Umkippen des Gewässers. "Auch passiert es bei Badeteichen oder öffentlichen Freibädern und Seen  immer häufiger, dass sich Badegäste von den durch uns angezogenen Tieren gestört fühlen. Also bitten wir Tierfreunde darum, das Füttern dieser Tiere vor allem in diesen Bereichen unbedingt zu unterlassen."

18.06.2015, 09:45
red
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