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03.12.2016 - 21:53

Nutztiere genießen am Melcherhof ihre Gnadenplätze

23.03.2015, 09:54
Vorm Schlachter oder aus schlechter Haltung gerettet – die Vierbeiner vom Melcherhof in Grafenstein dürfen sich glücklich schätzen. Doch die Versorgung der Tiere am Gnadenhof ist kostspielig, es werden laufend Paten gesucht.

In Zeiten der Massentierhaltung erfahren Nutztiere unfassbares Leid. Sie werden nicht mehr als Lebewesen behandelt. Deshalb gibt es immer mehr Menschen, die Ziegen, Schweine und Pferde vor dem Schlachter oder aus schlechter Haltung retten wollen.

Viele Pferde landen dank ihrem Halter beim Schlachter

Unwissenheit, Überforderung, aber auch Geldmangel führen oft dazu, dass zum Beispiel viele Pferde beim Schlachter in Italien landen. Auch Pintowallach "Shitan", einst ein stolzes Turnierpferd, sollte dieses Schicksal ereilen. Er wurde davor bewahrt und lebt nun am Melcherhof in einer Herde mit Ponys, Eseln und der Stute "Dorli", die von einem Hannoveraner- Gestüt stammt.

Dringend Paten für die Tiere gesucht

"Dorli hat eine Missbildung am Rücken und wurde von den Gestütsleuten zu uns gebracht", erzählt Hofleiterin Willemine Van Ee. "Am Anfang wurde für Dorli gezahlt, jetzt müssen wir selbst für die Kosten aufkommen. Das ist leider oft so. Wir bräuchten ganz dringend Paten für die Tiere, dann wäre alles leichter." Teilpatenschaften kann man schon ab fünf Euro im Monat übernehmen. Eine Vollpatenschaft ist kostspieliger, aber man kann "sein" Tier dann immer besuchen.

Kinder sollen mehr Bezug zu Flora und Fauna bekommen

Tierfreunde sind am Melcherhof jederzeit willkommen. Es ist ein schönes Erlebnis, wenn man die glücklichen Schweine beobachten kann, die einen grunzend begrüßen. Vor allem das zu klein geratene Zuchtschwein "Braveheart" liebt Streicheleinheiten. Und das zusätzliche Projekt "Lernen von Tier und Natur" wird auch von vielen Kindergärten und Schulen genutzt. Den Kindern werden Wildtiere in freier Natur, Pflanzen und ihre Bedeutung sowie der "Kreislauf der Natur" und artgemäße Haus- und Nutztierhaltung näher gebracht.

Infos zu Patenschaften unter Tel.: 0664/345 22 15 oder www.tierundnaturschutz.at .

23.03.2015, 09:54
Claudia Fischer, Kronen Zeitung/red
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