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27.05.2017 - 23:18
Foto: privat

"Die Pferdeprofis" arbeiten mit Mensch und Tier

17.12.2013, 09:39
Hundetrainer und ihre Arbeit gehören längst zum Inventar vieler Fernsehsender. Doch auch das Coaching von Pferdebesitzern wird bereits medienwirksam aufbereitet, denn oft haben diese Probleme mit ihren Vierbeinern, die sie alleine nicht mehr bewältigen können. "Die Pferdeprofis" Sandra Schneider und Bernd Hackl springen in solchen Fällen als Trainer von Mensch und Tier ein.

krone.at: Wie sind Sie zu Ihrer Arbeit mit Pferden gekommen?
Bernd Hackl: Eigentlich über meinen Vater, der immer schon ein Pferdenarr war und mit mir diverse Veranstaltungen besuchte, auf denen es Pferde zu sehen gab.
Sandra Schneider: Ich habe Tiere schon immer geliebt und habe als kleines Mädchen mit dem Reiten angefangen. Nach einem mehrmonatigen Ranch- Aufenthalt in den USA fand ich meine Berufung in der Arbeit mit problematischen Pferden und machte so meine Leidenschaft zum Beruf.

Foto: privat

krone.at: Was ist an der Arbeit mit Pferden besonders, zum Beispiel im Unterschied zum Hundetraining?
Hackl: Dieser direkte Dialog, den man durch den konstanten körperlichen Kontakt herstellen kann. Eine halbe Tonne Masse, die bis zu 70 km/h schnell werden kann, zu dirigieren mit minimalsten Einwirkungen, das Zuhören und das Gehörtwerden ist ein ganz besonderes Gefühl.
Schneider: Hunde und Katzen sind Raubtiere, während Pferde Beutetiere sind. Das Besondere an der Arbeit mit den Pferden ist darum ihre überaus sensible Ader für Gefahren - und für Pferde ist fast alles gefährlich. Daher spielt das Vertrauen zum Menschen eine überaus große Rolle beim Pferdetraining.

krone.at: Was sind die typischen Probleme?
Hackl: Das ist sehr vielschichtig, das geht vom Anreiten von Jungpferden über Schreckhaftigkeiten lösen bis hin zu schwierigen Problemen: Bocken, Beißen, Steigen, Durchgehen. Ursachen sind häufig Missverständnisse zwischen Pferd und Mensch und der fehlende Dialog.
Schneider: Fast alle Probleme wie Verlade- Unwilligkeit, Scheuen, Steigen, Durchgehen usw. beruhen auf mangelndem Vertrauen zum Menschen. Oft sind auch körperliche Ursachen schuld, wie zum Beispiel Rückenschmerzen durch nicht passende Sättel. Darauf muss ich als Mensch dringend achten.

krone.at: Mit welchen Methoden arbeiten Sie?
Hackl: Ich orientieren mich sehr stark an Systemen, die ursprünglich von Bill und Tom Dorrance publik gemacht wurden. Einen großen Einfluss auf mich haben aber auch besondere Reiter wie zum Beispiel Nuno Oliveira, Egon von Neindorff, Richard Hinrichs oder Marc de Broissia. Ich bin also sehr vielseitig orientiert, was auch der Grund ist, warum ich rasse- und reitweisenunabhängig arbeiten kann.
Schneider: Ich arbeite nach keiner speziellen Methode, sondern versuche, mich in jedes Pferd hineinzufühlen.

krone.at: Welche Tipps haben Sie für Pferdehalter, die eine gesunde Beziehung zu ihrem Pferd aufbauen möchten?
Hackl: Eine gute Grundausbildung des Pferdes ebenso wie eine stetige Weiterentwicklung des Reiters sind für mich unabdingbar. Wer nichts dazulernen will, bleibt in seiner Entwicklung stehen. Gute Ausbildung kann man nur durch noch bessere Ausbildung ersetzen.
Schneider: Pferdehalter sollten sich gründlich über das Wesen und die Besonderheiten eines Pferdes informieren. Meiner Ansicht nach sollte es einen "Pferdeführerschein" geben, denn oft werden Pferde vermenschlicht und daraus resultieren üble Probleme. Gut gemeint ist auch hier oft das Gegenteil von gut.

17.12.2013, 09:39
red
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