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03.12.2016 - 19:15

Mönche sehr enttäuscht von "Wetten, dass ...?"

04.11.2008, 10:49
Nach ihrem Auftritt bei "Wetten, dass ...?" waren die beiden Heiligenkreuzer Zisterziensermönche Pater Karl Wallner und Pater Philipp Gschanes froh, wieder zu Hause zu sein und mit dem Showbiz – abgesehen von ihrem Charterfolg – nichts weiter zu tun zu haben. Über den Abend ziehen die beiden eine zwiespältige Bilanz: "Es war für uns ein persönliches Opfer, weil wir uns in dieser Glitzer- und Pointenwelt sehr unwohl gefühlt haben", so Wallner laut "Kathpress". Vor allem das teilweise "tiefe Niveau" habe ihnen zu schaffen gemacht. Die Reaktionen auf ihren Auftritt seien aber durchwegs positiv ausgefallen.

"Wir haben dem Auftritt zugestimmt, weil wir dies als Chance sahen, Kirche auch in den Medien einmal positiv darzustellen. Dies scheint gelungen zu sein", so Wallner. Hätte er jedoch vorher gewusst, "wie tief das Niveau angesichts mancher Blödelei sinken würde, hätte ich es mir wohl doch noch einmal überlegt", so der Pater. "Herrn Schröder (Atze Schröder, Anm.) haben wir akustisch nicht verstanden. Mitbrüder aber haben uns gesagt, dass der Mann abgrundtief blöde war. Und wie da mit Lebensmitteln umgegangen, mit Würsteln gehäkelt und in Senf gebadet wurde – nein, in diese Welt gehören wir nicht."

Die Aufreger der Show findest du in der Infobox!

Die positive Resonanz – vor allem per E- Mail – sei aber ein Hinweis darauf, dass das eigentliche Ziel des Auftritts nicht verfehlt wurde, so Wallner. Auch sei der Umgang mit den anderen Gästen vor der Sendung eine interessante Erfahrung gewesen: "Es hatte ein wenig den Charakter von Star- oder Künstlerseelsorge", sagte der Pater laut „Kathpress“. Die Menschen stünden alle unter einem permanenten Druck, wie sie wohl beim Publikum ankommen: "Und da wir als Ordensleute für sie aus einer ganz anderen, fremden Welt kommen, sind sie gleich auf uns zugekommen und haben ganz offen mit uns geplaudert."

Ganz anders hingegen ist es dann während der Show gelaufen. Denn da sei er "völlig blockiert" gewesen, gestand der Pater ein, weil er "ständig daran denken musste, was wohl meine Mitbrüder und die anderen Ordensleute zu unserem Auftritt sagen würden". Umso erfreulicher sei es, dass herbe Kritik aus diesem Bereich bislang ausgeblieben sei und auch unter den Ordensbrüdern großer Zuspruch laut wurde.

Gespräch wurde Erwartungen nicht gerecht

Doch vorgestellt haben sich die Mönche die Show trotzdem etwas anders. Thomas Gottschalk habe sich während des Vorgesprächs höchst interessiert und wohl informiert über kirchliche Themen gezeigt, so Wallner. So habe er etwa davon berichtet, dass er selbst in seiner Jugend Priester werden wollte. Außerdem habe er im Gespräch vor der Sendung seine Enttäuschung darüber zum Ausdruck gebracht, dass Kirche in den Medien wie auch in der Lebenswelt der Menschen selbst oft nur mehr am Rande oder negativ vorkomme. "Damit hat Thomas Gottschalk genau unsere Intention getroffen", so Wallner. Es sei darüber hinaus das Anliegen des Moderators gewesen, weniger über den aktuellen Chart- Erfolg der Heiligenkreuzer CD "Chant" (mehr dazu in der Infobox), sondern vielmehr über das Thema Berufung zu sprechen und die Frage, was junge Menschen heute an einem Leben im Kloster reizen könnte. Das Gespräch sei im Endeffekt aber zu kurz gewesen.

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