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29.06.2017 - 01:56
Auch nach Michael Jacksons Tod kommen immer wieder neue Missbrauchsvorwürfe ans Tageslicht.
Foto: APA/EPA/STR

Jackson: 200 Millionen Schweigegeld an Opfer?

07.04.2015, 09:03
Sechs Jahre nach seinem Tod macht Michael Jackson wieder Negativschlagzeilen. Grund dafür ist eine Zivilklage, die ab Dienstag in Los Angeles verhandelt werden soll. Wade Robson (32) und James Safechuck (36) behaupten, dass der "King of Pop" sie als Kinder missbraucht habe.

Und in den Gerichtsakten kommen die Anwälte der Kläger mit einem Paukenschlag: Demnach soll der 2009 verstorbene Musiker insgesamt 20 Kindern - beziehungsweise deren Eltern - 200 Millionen Dollar gezahlt haben, damit diese ihn nicht wegen Kindesmissbrauchs vor Gericht bringen.

Hochzeitszeremonie und Schwur "ewiger Liebe"

James Safechuck hatte Michael Jackson im Alter von acht Jahren getroffen und war später mit ihm in einer Pepsi- Werbung aufgetreten, berichtet die "New York Post". In seiner eidesstattlichen Erklärung schwört er, dass er von dem Sänger auf Tournee "mehr als 100 Mal" sexuell belästigt worden sei.

Jackson soll sogar eine Hochzeitzeremonie mit dem jungen James als Braut veranstaltet haben – inklusive Heiratsurkunde, Ring und einem Schwur "ewiger Liebe", heißt es in den Anschuldigungen. Jackson habe Safechucks Vater später eine Million Dollar überwiesen, damit dessen Sohn schweigt.

Gehirnwäsche unterzogen?

Wade Robson sagte bereits im Jahr 2005 in einem Prozess um den Missbrauch aus - damals allerdings für den "King of Pop". Zwar gab er damals zu, dass er ein Jahr lang das Bett mit dem Musiker geteilt, der ihn aber nie angerührt habe.

Heute spricht er hingegen von einer Gehirnwäsche. In seiner eidesstattlichen Erklärung gibt er nun zu Protokoll, dass er das erste Mal mit sieben Jahren von Jackson sexuell belästigt worden sei. Seine Aussage wird von Jacksons ehemaliger Putzfrau Blanca Francia unterstützt, die laut Gerichtsakten Robson und ihren Boss nackt in der Dusche und im Bett gesehen haben will.

Inwieweit die Anschuldigungen der beiden Männer glaubwürdig sind und ob es zu einem neuen Prozess, bei dem die vermeintlichen Opfer unbekannte Summen an Schadensersatz verlangen, kommt, soll nun ein Richter entscheiden. Zumindest steht fest, dass sich Michael Jackson nun nicht mehr wehren kann.

07.04.2015, 09:03
ds/dal
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