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09.12.2016 - 05:42
Foto: APA/EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA, AP, APA/EPA/PAUL BUCK

Diese Stars verweigern Facebook, Twitter & Co.

19.04.2015, 07:00
Schauspieler Christoph Waltz kritisierte das Internet als "soziale Katastrophe". Dabei ist er in guter Gesellschaft – immer mehr Stars verweigern den Alltag mit Facebook, Twitter & Co.

Posten auf Facebook, Twittern bis spät in die Nacht, persönliche Fotos auf Instagram oder Pinterest hochladen – was für Millionen Menschen weltweit fast schon zur Manie geworden ist, hat bei Oscarpreisträger Christoph Waltz (58, "Inglourius Basterds", "Django Unchained"), nur Ärger erregt. "Diese Webseiten nennen sich hochtrabend 'soziale Netzwerke', doch in Wahrheit haben sie mit sozialem Austausch nichts zu tun", meinte der Schauspieler gegenüber der Zeitschrift "GQ". Das Internet habe "immensen Schaden angerichtet". Er verstehe gar nicht, warum ständig so viel Privates kommuniziert wird. "Leute, die nicht wissen, was innerlich und was äußerlich ist, dafür gibt es nicht umsonst psychiatrische Indikationen."

Starke Worte, immerhin ist in der Branche, für die Waltz arbeitet, genau das Gegenteil üblich. Fast alle Hollywood- Helden nutzen das Web, um im Gespräch zu bleiben oder die Welt auf ihre neuen Filme neugierig zu machen. Stars und Sternchen – von Rihanna über Miley Cyrus bis zu Kim Kardashian – laden gleich mehrmals täglich selbst geschossene Bilder ins Netz oder posten Nachrichten. Die sozialen Netzwerke sind ihnen so selbstverständlich wie das Luftschnappen.

Auch George Clooney unter Social- Media- Verweigerern

Doch inzwischen mehren sich die Internet- Verweigerer unter den Celebrities. George Clooney zum Beispiel: Unter diesem Namen findet man zwar mehrere Teilnehmer auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, doch dahinter stecken durchwegs unverfrorene Fans. Der jungverheiratete Mime käme selber nie auf die Idee, sich dort zu Wort zu melden. "Jeder, der berühmt ist und auf Social Media Seiten auftaucht, ist ein Idiot", brummte er kürzlich gegenüber dem "Esquire Magazin". "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Matt Damon oder Brad Pitt oder ich um drei Uhr früh unsere Gedanken in 140 Zeichen verkünden wollen."

Auch Pitts Ehefrau Angelina Jolie gab zu, das sie selbst Computer nur selten verwendet. Bei dem Versuch, Weihnachtsgeschenke auf Amazon zu kaufen, seien sie und Brad einmal kläglich gescheitert. Nach mehreren Fehl- Klicks brach das kinderreiche Ehepaar die Aktion wieder ab.

"Handys sind da, um sich den Daumen zu verletzen"

Auch der "Fluch der Karibik"- Held Johnny Depp kann mit der neumodischen Technik nichts anfangen: "Ich bin immer noch fasziniert und verliebt in das Analoge", erklärte der Musiker dem "Entertainment Tonight". Um Twitter macht er sowieso einen großen Bogen, bloß auf das Mobiltelefon will der Captain- Jack- Sparrow- Darsteller nicht verzichten, obwohl er auch da schon schlechte Erfahrungen gemacht hat: "Handys sind im Grunde nur eine Sache, um meine Daumen zu verletzen", scherzte er.

Neue Technologien einfach ignorieren – das praktiziert auch die 24- jährige Aktrice Jennifer Lawrence ganz ungeniert. Erst kürzlich, so erzählte sie, habe sie sich einen CD- Ständer gekauft, weil sie weiterhin die Silberscheiben statt iTunes oder ähnlicher Dienste benutzt. "Bis ich verstanden habe, wie Twitter funktioniert, ist es vermutlich schon wieder technisch überholt." In Sachen Fortschrittsverweigerung wird sie aber sogar noch von der kanadischen Schauspielerin Rachel McAdams überholt, die zugab: "Ich habe nicht einmal einen Fernseher und verwende nur selten Emails."

"Leute müssen nicht erfahren, wenn ich aufs Klo gehe"

Zumindest hineingeschnuppert hat einmal "Anna Karenina" Keira Knightley. Sie richtete sich einen Twitter- Account ein – und löschte ihn 12 Stunden später wieder. "Ich kam mir vor wie auf einem Schulhof", schüttelte sie den Kopf. "Ich hasse das Internet. Es ist menschenunwürdig, ständig in seinen Mails zu kramen oder auf Facebook zu posten."

Eine Haltung, die auch die Kolleginnen Scarlett Johansson und Mila Kunis einnehmen. "Es ist doch albern, dauernd zu verbreiten 'Jetzt esse ich grad' oder 'Soeben hab ich meine Kinder in die Schule gebracht'" entrüstet sich Scarlett. Und Mila meint lapidar: "Ich sehe einfach nicht ein, warum es die Leute erfahren müssen, wenn ich grad aufs Klo gehe."

19.04.2015, 07:00
Karin Schnegdar, Kronen Zeitung
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