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Tischtennis- EM- Gold: Erfolgsserie kein Zufall

29.09.2015, 19:03
Der vorbildlich geführte Tischtennis-Verband ermöglichte seinen Assen den Aufstieg in die Weltspitze. Da stimmt alles - vom Budget über die Trainer bis hin zu den Leistungszentren.

Seit 1998 bei jeder Tischtennis- Europameisterschaft eine Medaille! Diese im olympischen Sommersport für Österreich einmalige Erfolgsserie beruht nicht auf Zufällen, sondern auf vorbildlicher Arbeit - von Verband, Trainern und Spielern, die an die Weltklasse herangeführt wurden, an der Spitze Werner Schlager,  der Weltmeister und im Doppel mit Karl Jindrak Europameister war. Hier die acht Gründe für den Erfolg:

.) Bundesheer: Am Anfang der Sensationsserie stand als Pate sicher das Heer, das den Spielern erst die Möglichkeit mit perfekten Trainingsbedingungen gegeben hat. Zunächst war das Zentrum in Wien, dann in Stockerau beheimatet -jetzt gibt’s in Schwechat die Schlager- Academy.

.) Trainer: Mitte der 90er- Jahre kam der Ungar Ferenc Karsai nach Österreich als Cheftrainer. Er sollte 18 Jahre lang tätig sein - und war damit ein Garant der Medaillen. So bei dem ersten Edelmetall bei der EM in Eindhoven 1998, als Werner Schlager und Karl Jindrak im Doppel Bronze holten.

.) Spieler: Die hauptamtlichen Trainer führten die Talente exzellent an die Spitze - Schlager, der ja 2003 in Paris sensationell Weltmeister wurde, holte später mit Jindrak auch den EM- Titel. Im Einzel krönte sich Liu Jia,  die mit 14 Jahren von Peking nach Österreich gekommen war, mit EM- Gold. So wie auch Daniel Habesohn und Robert Gardos  im Herren- Doppel.

.) Verband: Zweifellos ist der ÖTTV ein Musterverband im österreichischen Sport - nicht nur bei den Erfolgen, auch in der Führung. Seit 1977 ist Rudi Sporrer (ein glänzender) Generalsekretär, der Hans Friedinger als Sportdirektor "installiert" hat. Und zwar 1999, als Österreich in die Erfolgsspur bog. Seit 2013 ist Friedinger ein Präsident mit Herz - vor allem auf den Spitzensport ausgerichtet.

.) Internationalität: Der Verband ermöglichte Schlager und Co. früh, dass sie bei der 1998 geschaffenen ProTour immer mitspielen - und so internationale Erfahrungen sammeln konnten.

.) Budget: Mit 1,2 Millionen Euro stellt der ÖTTV jährlich ein gutes, für den Spitzensport zufriedenstellendes Budget auf. Dabei helfen die Hauptsponsoren (Liebherr, Donic, Ströck) besonders gut.

.) Ausrichter: Österreichs Verband hat sich als Ausrichter von Großveranstaltungen höchst bewährt und ist so immer in den Medien präsent. Highlights waren vor allem die EM in Schwechat 2013, zwei Weltcups und auch ein europäisches Top- 12- Turnier in Wels.

.) Zukunft: Derzeit startet der ÖTTV bereits in Schulen und Vereinen eine große Nachwuchs- Offensive. Damit die Erfolgsserie möglichst lange anhält!

29.09.2015, 19:03
Olaf Brockmann (in Jekaterinburg), Kronen Zeitung/red
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