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18.08.2017 - 17:00
TVB-Obmann Ferdinand Laimer und Bgm. Josef Weikinger
Foto: Melanie Hutter

Strobl will den kompletten Neubeginn

26.07.2017, 23:30

Aus dem Sanierungs- ist ein Insolvenzverfahren geworden, am 8. August ist der "Tag X" für den Skibetrieb auf der Postalm. Nach zwei Jahren Bangen und Zittern hofft Strobl nun auf einen Neuanfang, wahrscheinlich ohne alpinen Skilauf. Bürgermeister und Tourismusobmann betonen: "Strobl steht hinter der Postalm!"

823.000 Euro Schulden haben sich angehäuft. Zuerst kaufte Trachtenmogul Gerhard Gössl die Lifte auf der Postalm, hegte Pläne mit einem "echten" Dorf auf der Postalm und insgesamt 2500 Gästebetten. Die Grundstücksbesitzer schüttelten da nur den Kopf. Der Steirer Unternehmer Karl- Heinz Prentner trat als neuer Besitzer auf den Plan - und hielt genau eine Wintersaison lang durch, dann der Konkurs. Jetzt glaubt niemand mehr so wirklich daran, dass die Postalm ein Skigebiet bleibt, aber: "Wir stehen hinter diesem wichtigen touristischen Standbein und haben das oberste Ziel, dass die Postalm geöffnet bleibt", versichern Strobls Bürgermeister Josef Weikinger und TVB- Obmann Ferdinand Laimer. Beide betonen, dass der alpine Skilauf nur einen kleinen Teil auf der Postalm darstellt. "Negative Schlagzeilen hat aber genau jener gemacht, weil es seit zwei Jahren nicht funktioniert hat. Wenn es sinnvoller ist, dann machen wir ohne Lifte weiter. Schneeschuhwandern, Skitouren, Langlaufen, das alles geht ja, Und im Sommer ist sowieso alles in Ordnung."

Nach dem Konkurs der Postalm regiert bis 8. August die Ungewissheit

Bevor man sich aber über ein neues Hotelprojekt unterhält - es soll insgesamt höchstens 1000 Betten auf der Postalm geben - will die Gemeinde Rechtssicherheit. "Weil die Straße laut Vertrag im Winter zur Winterpark Postalm GmbH gehört", sagt der Bürgermeister. Und genau diese ist in Konkurs. Ohne Straße aber kein Zugang zur Postalm, die Katze beißt sich in den Schwanz.

Die Prüfungstagsatzung am 8. August am Landesgericht Salzburg soll da mehr Klarheit bringen. "Wir hoffen auf eine Art ,tabula rasa’, um völlig neu durchstarten zu können. Theoretisch könnte sich ja noch ein Käufer und Betreiber für die Lifte finden", so Laimer. Damit rechnet aber niemand mehr so richtig. Jedenfalls soll - geht es nach Strobl - das Jugendgästehaus saniert und wieder geöffnet werden. Interessenten für ein völlig neues Hotelprojekt haben auch schon angeklopft.

Melanie Hutter, Kronen Zeitung

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