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21.09.2017 - 09:47
Foto: APA/Daniel Krug sen.

Stevens ortet Realitätsverlust in Österreich

20.08.2009, 12:30
Nach der verdienten 1:2-Heimniederlage am Mittwochabend gegen Maccabi Haifa sieht Red-Bull-Salzburg-Coach Huub Stevens sein Team im Kampf um den Einzug in die Gruppenphase der Champions League nur noch in der Außenseiterrolle. Der Niederländer bezifferte die Chancenverteilung vor dem Rückspiel der vierten Qualifikationsrunde am Dienstag in Tel Aviv mit 30:70. Stevens ortet in Österreich einen Realitätsverlust, die Erwartungshaltung der Öffentlichkeit vor dem Duell mit dem spielstarken israelischen Champion sei viel zu hoch gewesen.

"Ich habe nie gesagt, dass wir 5:0 gewinnen. Das haben andere Leute gesagt. Das geht auf internationalem Niveau einfach nicht. Ich wusste, welche Stärken Haifa hat", so Stevens, der noch nachlegte und meinte: "Ich glaube, dass die Leute in Österreich ab und zu überheblich werden. Wir haben ja nicht gegen den FC Höplöpöp gespielt."

"Geld macht keine Tore"

Die Anmerkung, dass Salzburg ein deutlich höheres Budget als Haifa habe, ließ Stevens überhaupt nicht gelten: "Geld macht keine Tore, wie oft muss das noch gesagt werden. Ich glaube, dass ich gegen eine Wand rede." Die Tatsache, dass Salzburg zumindest in der Gruppenphase der Europa League steht und mit Austria, Rapid und Sturm Graz drei weitere Clubs die Chance auf einen Einzug in diese haben, müsse doch eigentlich sehr positiv bewertet werden.

"Wir müssen einsehen, wo der österreichische Fußball steht. Wir müssen die Realität erkennen. Und die Realität hat man auch gegen Haifa auf dem Platz gesehen", stellte Stevens klar. Was auf dem Platz zu sehen war, war vor allem die deutliche spielerische Überlegenheit der Gäste, die Treffer durch Mohammed Ghadir (22.) und Shlomi Arbeitman (84.) erzielten. Für Salzburg, das lediglich kämpferisch zu überzeugen wusste, hatte Alexander Zickler zwischenzeitlich ausgeglichen (57.).

Den ausführlichen Spielbericht findest du in der Infobox!

Ebenfalls klar zu erkennen war, dass Mittelfeld- "Staubsauger" Thomas Augustinussen noch mit Anpassungsproblemen kämpft. Stevens gab zu bedenken, dass dies auch an dem für Augustinussen ungewohnten Kunstrasen liegen könnte und kündigte an, dem Dänen weiterhin den Rücken zu stärken. Im Match in Tel Aviv ist Augustinussen jedoch wie Verteidiger Christian Schwegler gesperrt.

Abwehrspieler auf verlorenem Posten

Vor allem die Salzburger Hintermannschaft stand ohne den gesperrten Abwehrchef Ibrahim Sekagya gegen die trickreichen Israelis oft auf verlorenem Posten. Dafür gab es von Stevens auch kritische Worte. "Verteidigen ist eine Kunst, die wir in diesem Spiel nicht auf den Rasen gebracht haben. Ich bin enttäuscht, denn wir konnten unsere Stärken nicht ausspielen."

In der Offensive setzte Stevens neben Zickler auf Robin Nelisse, Marc Janko musste einmal mehr auf der Bank Platz nehmen und kam erst in der 68. Minute ins Spiel. Stevens verteidigte seine Entscheidung, den Liga- Torschützenkönig der vergangenen Saison nicht in der Startelf aufzubieten, vehement. "Man muss nach Leistung gehen. Nelisse und Zickler haben in den jüngsten Spielen alles andere als schlecht gespielt."

Stevens gab an, oft das Gespräch mit Janko zu suchen und ihm die Lage klar zu machen. Im Falle des Haifa- Spiels sei es vor allem eine taktische Entscheidung gewesen. "Wir brauchten Stürmer, die viel Bewegung auch nach hinten machen. Und Marc ist eher der Typ, der sich im Strafraum aufhält."

"Maccabi ist besser als Zagreb"

Die Salzburger müssen nun am Dienstag in Israel zumindest zwei Tore erzielen, um doch noch erstmals in der Red- Bull- Ära in die "Millionenliga" vorzudringen. In der dritten Runde war den Salzburgern auswärts gegen Dinamo Zagreb ein 2:1- Erfolg gelungen, was diesmal immerhin für eine Verlängerung reichen würde. Doch Stevens gab zu bedenken: "Maccabi ist besser als Zagreb. Und Wunder gibt es eben nicht immer wieder."

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