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20.08.2017 - 14:33
Die für XXX-Lutz vorgesehene Fläche wird filetiert und dann einzeln verkauft.
Foto: Gerhard Schiel

So vertrieb die Regierung den XXX- Betrieb!

15.10.2015, 06:46
"Ja, das stimmt!" Mit nicht überaus glücklich wirkender Stimme bestätigte der Bürgermeister der Stadt St. Johann, Günther Mitterer, gerade bei einer Tagung in Luxemburg, der "Krone" die Entscheidung über die Ansiedlung der Möbelfirma XXX-Lutz. So wie es die schwarz-grün-gelbe Landesregierung beschlossen hatte, gibt es keine Standort-Verordnung für den Möbel-Markt, das Gewerbegebiet wird nun an einzelne Firmen verkauft.

Das renommierte und angesehene Unternehmen Stahlgruber, das Original- Markenteile und Zubehör für verschiedene Fahrzeugtypen, Qualitätswerkzeug und Einrichtungen für Werkstätten vertreibt, hat sich eine Fläche gesichert und baut mit einer Filiale ihr Netz aus. Dieses erstreckt sich entlang der West- und der Süd- Achse von Wien quer durch ganz Österreich. Stahlgruber hat 5000 Quadratmeter gekauft, die Gesamtfläche des Areals beträgt 17 Hektar. Bürgermeister Mitterer gibt unumwunden zu, dass Lutz für ihn die erste Option gewesen wäre. Doch die Option für den Möbelriesen ist abgelaufen. 20 Millionen hätte Lutz investiert, fünf Millionen Euro noch dazu in den Umbau am Standort Bischofshofen, wo ein "Möbelix" geplant war.

Die "Krone" erreichte Firmensprecher Mag. Thomas Saliger: "Ja, wir hätten gerne gebaut und viele Arbeitsplätze in die Region gebracht, das ist ja kein Geheimnis. Die Jobs werden nun in andere Regionen abwandern, das ist für den Pongau schade." Stadtchef Mitterer (VP), der die Wahlen in seiner Gemeinde in Serie gewonnen hat, kommentiert es trocken: "Die Landesregierung hat die Standortverordnung für den Möbelmarkt versagt, das müssen wir leider zur Kenntnis nehmen." Das Haupt- Argument von Haslauer, Rössler und Mayr gegen die Ansiedlung war die "Sicherung bestehender Betriebe, der drohende Kaufkraftabfluss und Verkehr."

Ablehnung passt ins Bild

Die Entscheidung in St. Johann - die durch den Grundverkauf nun endgültig geworden ist - passt zu den anderen zwei Beschlüssen:

-) Der Europark darf die bestehenden Lagerflächen nicht in Verkaufsräume umwandeln. Argument: Dies würde für noch mehr Kaufkraft- Abfluss aus den Bezirksorten sorgen.

-) Das seit Jahren leer stehende Baumax- Gebäude in Wals- Himmelreich darf nicht für das Outletcenter umgebaut werden.

Auch der Bau eines Möbelhauses der Lutz- Gruppe auf dem Areal des früheren Heeres- Sportplatzes am Walserfeld ist von der Gemeindevertretung nicht genehmigt worden: Zu viel Verkehrsaufkommen.

15.10.2015, 06:46
Hans Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung
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