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19.08.2017 - 21:36
Foto: Salzburg AG

In 48 Sekunden geht es künftig auf die Festung

13.01.2011, 10:29
Hochmodern, sekundenschnell, präzise Elektronik: Auf die Salzburger Festung braust ab April eine neue Bahn! Vor mehr als einem Jahrhundert stiegen hier die ersten Sommerfrischler ein und wollten die Aussicht genießen. Von der guten, alten „Tröpferl-Bahn“ ins 21. Jahrhundert – die „Krone“ begab sich auf Spurensuche.

Schon 1892 ging die erste Festungsbahn nach nur 78 Tagen Bauzeit in Betrieb: Eine Meisterleistung in einer Zeit voller Technik- Boom. Eine Fahrt kostete damals noch fünf Schilling.

„Das Untergestell eines Wagens wurde mit Wasser befüllt“, kennt Burgen- und Schlösser- Chef Maximilian Brunner die Details. Das Gegengewicht zog die Passagiere auf den Berg. Das Wasser speiste der Almkanal. Nur der Winter verordnete eine Zwangspause, weil das System der „Tröpferl- Bahn“ eineiste.

Zubringer vom Hauptbahnhof war damals eine „Pferdebahn“ bis zum Mozartplatz. „Ein enormer Komfort“, staunt auch Festungs- Verwalter Bernhard Heil über die frühen Anfänge. Er will für seine Dissertation die Archive jetzt genauestens durchforsten. Obwohl die Festung lange als Kaserne und Depot des Rainerregiments genutzt wurde: Touristen waren schon um 1800 willkommen. Und die gute, alte „Tröpferlbahn“ gehörte lange nicht zum alten Eisen: Die legendären Hornsignale der Wagenführer verstummten erst 1959 für immer.

Die „Elektrische“ ratterte 1960 zum ersten Mal über die Standseil- Gleise, 1992 wurde der Weg auf die Festung noch einmal bequemer. Und jetzt beginnt wieder eine neue Ära: Die Salzburg AG investiert vier Millionen Euro in zwei neue Fahrzeuge in futuristischem Design mit viel Glas und eine verbesserte Elektrotechnik. Die neue „Super- Bahn“ überwindet die 99 Höhenmeter dann in nur 48 Sekunden. Lange Wartezeiten im Tal sind somit auch in den starken Sommermonaten Schnee von gestern. „Wir werden im Kassenbereich investieren“, hat Maximilian Brunner viele Pläne. Ein Besucher- Zentrum soll entstehen und die Gäste durch das 30.000 Quadratmeter große Burg- Areal besser geleitet werden.

Zwei Drittel aller Urlauber nutzen die Bahn

Urlauber aus aller Welt werden ab Anfang April in die neuen Wagen steigen: „Rund zwei Drittel nutzen die Bahn“, weiß Brunner. Der Rest marschiert zu Fuß. Das Publikum wird immer internationaler: „Seit fünf Jahren sprechen unsere Audioguides für die chinesischen Gäste auch Mandarin“, verrät Verwalter Heil. Neun Sprachen führen durch die lange Geschichte.

Nur eines ist ungewiss: Wird die Bahn in ein „Sound of Music“- Zeitalter mit neuem Museum steuern? Noch wird diskutiert. Brunner: „Wir hoffen es.“

von Sabine Salzmann, Salzburger Krone

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