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18.08.2017 - 13:50
Foto: Markus Tschepp

Immer mehr Greifvögel landen geschwächt im Zoo

11.07.2010, 10:48
Auch wenn jetzt endlich der Sommer eingekehrt ist – es hat lange geregnet in diesem Jahr. Und was den Landwirten eine schlechte Heuernte bescherte, brachte den Greifvögeln eine "Hungersnot", weil die Mäuse fehlen. Salzburgs Zoo sprang nun als Vogel-Spital ein.

"Allein sieben Falken wurden bisher bei uns abgegeben", berichtete Zoo- Sprecherin Christine Beck- Graninger. Der letzte Vogel wurde bei der Kirche in Puch von Passanten aufgelesen. "Ein starker Regenguss hatte ihn und seinen Bruder aus dem Nest geschwemmt. Letzterer starb leider bei dem Absturz."

Das überlebende Jungtier, es erhielt den Namen Falco, wurde nun, wie bereits seine Vorgänger, dreimal täglich mit faschiertem Geflügelfleisch gefüttert. Zoo- Chefin Sabine Grebner (im Bild): "In der Nacht schläft er zum Glück. Der Nahrung müssen auch Knochen und Federn beigegeben werden, damit der Vogel sein, wie es heißt, 'Gewölle' auswürgen kann. Und seine Jagdtauglichkeit und Flugfähigkeit musste mit einem so genannten Federspiel trainiert werden."

Jetzt konnte Falco als letzter der Falken- Findlinge wieder freigelassen werden. Sabine Grebner: "Es ist ein erhebender Moment, wenn sich der Vogel in die Lüfte erhebt." Und ihr lieb gemeinter Wunsch lautete: "Auf Nimmerwiedersehen!"

Vier Gänsegeier noch in Behandlung

Auf ihre Freilassung noch ein wenig warten müssen hingegen jene vier Gänsegeier, die ebenfalls von Passanten im Zoo abgegeben wurden. Die Chefin: "Geier sind Aasfresser. Diese dürften von einem Tier gefressen haben, das mit Schrot erlegt wurde." Folge: eine Bleivergiftung. Grebner: "So etwas kommt öfter vor." Jetzt werden die vier gefiederten Gesellen, die eine eigene Voliere bewohnen, aufgepäppelt.

Wer einen verletzten oder geschwächten Greifvogel findet, sollte aber zwei Dinge beachten: Die Tiere sind Fleischfresser, Körnerfutter kann für sie tödlich sein und bei Vögeln, die am Boden sitzen: nicht einsammeln! Es gehört zur Flug- Lernphase.

Kronen Zeitung

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