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21.08.2017 - 01:43
Foto: Sepp Faistauer

Häuser in Fusch von gewaltiger Mure bedroht

06.09.2009, 17:36
Eine gewaltige Mure bedroht in Fusch sieben Wohnhäuser, darunter das Heim des Bürgermeisters. 3.000 Kubikmeter Schlamm, Schutt und Geröll verlegten bereits Gärten und Felder (Bild). Beim nächsten Unwetter könnte noch einmal so viel Material aus einem Graben kommen. Dieser muss jetzt dringend geräumt werden.

Das Erdreich konnte die Regenmengen der vergangenen Tage nicht mehr aufnehmen. In der Nacht zum Samstag nahm die Katastrophe in Fusch schließlich seinen Lauf. Zuerst trat ein Bach über die Ufer, dann löste sich ein Teil eines Hanges und verlegte einen Graben. Als dieser auch noch überging, rutschte eine gewaltige Mure in Richtung einer Siedlung mit sieben Häusern.

"Wie nach einem Bombeneinschlag"

"Man hat gar nichts gehört. Als ich in der Früh aufwachte, sahen die Felder aus wie nach einem Bombeneinschlag", schildert Gaisstättbäuerin Marion Griessner. "Da sind überall Steine, Holz und Schlamm. Ich möchte mir gar nicht ausrechnen, wie lange wir zum Aufräumen brauchen." Ihr Mann und ihre drei Söhne werden natürlich mitanpacken. Auch Bürgermeister Leonhard Madreiter (links im Bild mit Sebastian Griessner) wohnt in der betroffenen Siedlung. "So schlimm wie diesmal war es noch nie. Ich hoffe sehr, dass es in den nächsten Tagen nicht regnet. Dann kann der Graben rechtzeitig ausgeräumt werden. Weil wenn da noch mehr runterkommt, wird es gröbere Schäden geben.

Evakuierung nötig?

"Mit Baggern wird derzeit das Geröll aus der Senke geholt. Da liegen aber auch so viele massive Baumstämme und Wurzelstöcke drin. Die kann man nur mit dem Hubschrauber wegbringen. Wir hoffen, dass wir das schaffen, bevor es das nächste Unwetter gibt", erklärt Hannes Schernthaner von der Bezirkshauptmannschaft Zell am See. "3.000 Kubikmeter Material sind runtergekommen. Noch einmal soviel ist in Bewegung. Wenn es regnet, bevor wir fertig sind, müssen die Bewohner evakuiert werden", kündigt er an. Davor haben die Betroffenen natürlich Angst. "Das wäre schlimm für uns. Wenn da wirklich noch mal was runterkommt, erwischt es auch das Haus", glaubt Marion Griessner. Natürlich hoffen aber alle das Beste. "Sie arbeiten ja sehr zackig da oben, das sieht man", sagt Griessner.

Einsatz dauerte viele Stunden

Die Wildbach- und Lawinenverbauung war am Samstag und am Sonntag stundenlang im Einsatz. Ob nach der Räumung weitere Sicherheitsmaßnahmen nötig sind, ist noch unklar.

von Manuela Kappes, Kronen Zeitung

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