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27.09.2017 - 00:02
Foto: Peter Tomschi

70% der Mediziner in Salzburg fühlen sich überlastet

27.05.2010, 09:44
War es vor zehn Jahren noch rund die Hälfte, so nimmt die Zahl der Burn-out-bedrohten Spitalsärzte auch in Salzburg dramatisch zu. Eine aktuelle Umfrage unter diesen Medizinern zeigt Alarmierendes: 70 Prozent der Ärzte fühlen sich durch Zeitdruck sehr stark oder stark belastet, ein Drittel arbeitet über dem Limit.

Ein Drittel der Ärzte überschreitet die gesetzlich limitierte Wochenarbeitszeit von 60 Stunden, 49 Prozent zuweilen das erlaubte Maximum von 72 Stunden. "Ein klarer Auftrag an den Arbeitgeber, die Personalsituation so zu gestalten, dass Arbeitszeitregelung ohne Qualitätseinbußen funktioniert", sagt Dr. Jörg Hutter, Kurienobmann und Ärztekammer- Vize von Salzburg.

Zudem sehen 89 Prozent der Ärzteschaft die Freude an der Arbeit und die Zuwendung zum Patienten als sehr wichtig – doch diese Wünsche stimmen nur wenig mit der Realität des Spital- Alltags überein. Dass zudem 31 Prozent der Arbeitszeit auf Administration, also Dokumentieren am PC entfallen, ist auch kein neues Problem. "Diese Verwaltungsaufgaben für Mediziner müssen reduziert werden", räumt auch Prof. Heinrich Magometschnigg als ärztlicher Direktor der Landesklinik ein. "Aber das ewige Burn- out- Gejammer kann ich nimmer hören..."

Drei Viertel der 120 Befragten (das Ergebnis wird auf die knapp 1.500 Ärzte in Salzburgs Spitälern hochgerechnet) wollen auch weniger Nachtdienste, weil sie Patienten nicht übermüdet behandeln wollen.

"Salzburger Krone"

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