Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
11.12.2016 - 15:44
EU-Abgeordneter Othmar Karas und Ex-ÖVP-Chef Josef Pröll engagieren sich für Van der Bellen.
Foto: APA/GEORG HOCHMUTH, APA/HERBERT PFARRHOFER, APA/HERBERT NEUBAUER

Immer mehr ÖVP- Granden unterstützen Van der Bellen

14.11.2016, 11:07

Die ÖVP- Unterstützung für Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen wird immer größer: Bei dessen Wahlkampfauftakt am Dienstag wird Othmar Karas, ÖVP- Delegationsleiter im Europaparlament, als Hauptredner fungieren. Auch zahlreiche andere ÖVP- Granden wie Ex- Parteiobmann Josef Pröll engagieren sich für den ehemaligen Grünen- Chef.

Karas hatte sich bereits vor der Stichwahl im Mai öffentlich zu Van der Bellen bekannt. Nach der Aufhebung der Wahl durch den Verfassungsgerichtshof engagierte sich der Schwiegersohn des verstorbenen Altbundespräsidenten Kurt Waldheim in der Initiative "Es bleibt dabei".

Mitterlehner: Präferenz für Van der Bellen?

Seitens der ÖVP- Spitze gab es bisher keine Wahlempfehlung, zuletzt hatte Parteichef Reinhold Mitterlehner allerdings eine gewisse Präferenz erkennen lassen. Für den Wirtschaftsstandort sei "sicherlich jener Kandidat, der die internationale Reputation mitbringt", besser, meinte er in der "Tiroler Tageszeitung": "In dem konkreten Fall ist das Alexander Van der Bellen." In Vorarlberg hat sich zudem eine ÖVP- dominierte Bürgermeister- Initiative für Van der Bellen formiert.

Reinhold Mitterlehner
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER, APA/HERBERT NEUBAUER

Zahlreiche ÖVP- Granden für Ex- Grünen- Chef

Auch Ex- EU- Kommissar Franz Fischler und der frühere ÖVP- Parteichef Josef Pröll haben sich bereits für den Gegner des FPÖ- Kandidaten Norbert Hofer engagiert. Vor der ersten Stichwahl unterzeichneten zudem u.a. die Ex- Parteichefs Erhard Busek, Wilhelm Molterer und Josef Riegler, OeNB- Präsident Claus Raidl und Ex- Ministerin Maria Rauch- Kallat einen bürgerlichen Aufruf zur Unterstützung des grünen Professors.

Maria Rauch-Kallat
Foto: APA/HERBERT NEUBAUER
Wilhelm Molterer
Foto: APA/HELMUT FOHRINGER

Fischler warnt vor Hofer: "Wolf im Schafspelz"

Bei der Präsentation der zweiten Kampagnenwelle unter dem Titel "Nein zum Öxit", die vom Unternehmer Hans Peter Haselsteiner initiiert wurde, bezeichnete Fischler Hofer am Montag als populistischen "Wolf im Schafspelz". Fischler weiter: "Österreich braucht Volksvertreter, die glaubwürdig international denken und handeln. Ohne dieses globale Denken ist kein sozialer Friede, aber auch kein wirtschaftlicher Erfolg möglich. Und auch die großen Herausforderungen wie Klima- und Umweltschutz oder die Migrationsbewegungen sind national nicht lösbar", erinnerte er an die Wichtigkeit der Zusammenarbeit in Europa.

Franz Fischler
Foto: APA/ANDREI PUNGOVSCHI

Bereits vor der ersten Stichwahl hatte Fischler im Gespräch mit dem Deutschlandfunk vor einem Wahlsieg Norbert Hofers gewarnt. Würde der FPÖ- Kandidat Bundespräsident, laufe Österreich Gefahr, sich international zu isolieren. "Das ist ein echter Risikofaktor", so Fischler. Im Fall eines Wahlsiegs der FPÖ bzw. ihres Kandidaten sei es nicht unwahrscheinlich, dass das Land dann autoritärer werde, sagte der frühere EU- Kommissar: "Besonders dann, wenn auch die Regierung künftig möglichweise von der FPÖ dominiert wird. Die Österreicher müssen wissen, dass ihr Land dann Gefahr läuft, isoliert zu werden."

Auch Konrad und Ederer unterstützen Haselsteiner- Kampagne

Haselsteiner präsentierte am Montag in der Pressekonferenz neben Fischler auch Christian Konrad und Brigitte Ederer als prominente Unterstützer seiner Kampagne "Nein zum Öxit". Alle warnten vor Rechtspopulismus. Konrad, Ex- Raiffeisen- Chef und ehemaliger Flüchtlingskoordinator der Regierung, sagte, alle Überlegungen in Hinblick auf einen Öxit, also einen Austritt Österreichs aus der EU, seien grob fahrlässig. Ederer, die rote EU- Staatssekretärin während des Beitritts zur Europäischen Union und spätere Siemens- Managerin, erklärte, es gehe nicht nur um ein formales Austreten. Wenn man an der EU alles schlecht finde, "dann ist das mental ein Austritt, dem später dann vielleicht auch der reale folgt."

"Nein zum Öxit": Konrad, Ederer, Haselsteiner und Fischler (v.l.)
Foto: APA/HANS KLAUS TECHT

14.11.2016, 11:07
fho, krone.at/AG
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung