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06.12.2016 - 02:19

Faymann und Schmied drücken kurz die Schulbank

26.06.2013, 11:01
Bundeskanzler Werner Faymann und Unterrichtsministerin Claudia Schmied haben am Mittwoch in einer Wiener Schule mit Ganztagsunterricht die Werbetrommel gerührt. Bei einer Visite in der Ganztagsschule Neubau befand der Kanzler, man sollte diese Schulform "mehr propagieren". Derzeit sei sie an fünf Prozent der Schulen zu finden, "das ist mehr als in der Vergangenheit, aber ein bisschen wenig". Schmied verwies auf die Anstrengungen um den Ausbau von ganztägigen Angeboten, für den der Bund auch "sehr viel Geld in die Hand" nehme.

Faymann räumte ein, dass es in der Bevölkerung "viele Vorurteile" gegen die Ganztagsschule gebe. So befürchteten die Eltern, die Kinder würden durch den langen Schultag überfordert oder eine Teilnahme an außerschulischen Freizeitangeboten (Stichwort Sportverein) werde erschwert. Aber es sei "wichtig, die Vorteile zu sehen", meinte der Kanzler. Einer davon: "Wenn man nach Hause kommt, ist die Aufgabe schon gemacht." Es sei ja auch "kein Zufall, dass die teuren Privatschulen dieses Modell haben".

Direktorin: "Es gibt Kinder, die ohne uns nichts haben"

Die Direktorin der Schule im 7. Wiener Gemeindebezirk, Beatrix Handschmann, kann sich jedenfalls über mangelnde Nachfrage nicht beklagen, versicherte sie: "Ich muss immer wieder Interessenten ablehnen." Die Schüler kommen auch nicht alle aus Neubau, wie eine kurze Umfrage im Spielzimmer zeigte: Meidling, Leopoldstadt, Landstraße, Margareten oder Mariahilf nannten sie als Heimatbezirke.

Ein entscheidender Vorteil der Ganztagsschule ist für die Direktorin spezifische Betreuung über die reinen Unterrichtsstunden hinaus: "Es gibt Kinder, die ohne uns nichts haben." Die Schüler sind von 8 bis 15.30 Uhr vor Ort, der Unterricht wechselt sich mit Lern- und Freizeitphasen ab. Auch in den Ferien würden Betreuungsangebote organisiert.

Schmied: "Hier macht Schule wirklich Freude"

Faymann und Schmied besichtigten unter anderem die Kantine, die Bibliothek und einige Klassen, darunter eine Mehrstufenklasse. "Hier macht Schule wirklich Freude", war das Fazit der Unterrichtsministerin, die eine Schülerin in große Verzückung versetzte, weil sie eine Jacke in ihrer "Lieblingsfarbe" Rosa trug.

Lehrerdienstrecht war auch beim Schulbesuch Thema

Auch das aktuelle Thema Lehrerdienstrecht kam naturgemäß zur Sprache - vor allem das heiße Eisen Anwesenheits- bzw. Unterrichtsstunden. "Wir sind sowieso mehr an der Schule, als üblicherweise erwartet wird", so die Direktorin.

Schmied lobte den Standort als Beispiel dafür, dass viele Lehrer und Lehrerinnen "ausgezeichnet arbeiten", und auch Faymann befand: "Sehr viele Lehrer arbeiten sehr engagiert." Ziel sei nach wie vor, bis zur Wahl ein neues Dienstrecht zu fixieren, aber "versprechen kann ich es Ihnen nicht", sagte der Kanzler.

26.06.2013, 11:01
AG/red
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