Werbung
Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
11.12.2016 - 15:08
Die beiden Beschuldigten leugneten bis zuletzt.
Foto: FOTOKERSCHI.AT/KERSCHBAUMMAYR

Vater und Sohn als Schmuggler: 14 und 4 Jahre Haft

09.03.2016, 18:40

600 Kilo Kokain aus Brasilien in einem Katamaran über den Atlantik bis zur spanischen Küste zu schmuggeln, ist auch nicht alltäglich. Ein 61- Jähriger und sein 29- jähriger Sohn mussten sich am Mittwoch im oberösterreichischen Steyr als Drogenkuriere vor Gericht verantworten. Eine weitere geplante Schmuggelfahrt war fehlgeschlagen. Die beiden gaben sich vor Richterin Christina Forstner als ahnungslose Opfer der weltweiten Drogenmafia - allerdings ohne Erfolg: Das Duo wurde zu 14 bzw. vier Jahren Haft verurteilt.

"Wir reden hier von einem Bereich, wo Mord und Totschlag dazugehören. Das reicht bis in österreichische Gefängnisse. Ich rechne deshalb nicht mit Namen von Hintermännern oder Geständnissen", sagt Staatsanwalt Guido Mairunteregg. Der angebliche Auftraggeber des Drogendeals etwa wurde vor seiner Verhaftung mit drei Schüssen getötet.

Und der Ankläger sollte auch recht behalten. Der Vater, ein früherer Versicherungsmakler, gab vor Gericht den ahnungslosen Seebären, der für einen Freund aus Montenegro Charterfahrten in der Karibik unternommen habe. Die ersten 600 Kilo Kokain seien ihm untergeschoben worden, so seine Verantwortung.

Zweite Schmuggelfahrt scheiterte

Laut Anklage habe der 61- Jährige die Drogen dann über den Atlantik geschmuggelt und auf Anweisung vor der Küste Spaniens versenkt. Dafür sollen er, wie auch sein Sohn, jeweils 250.000 Euro bekommen haben. Eine zweite Fahrt, mit abermals 600 Kilo Kokain, scheiterte. Das Flugzeug, das das Kokain liefern sollte, war abgestürzt. Die Oberösterreicher warteten daher vergeblich.

Auch der mitangeklagte Sohn des 61- Jährigen wollte von Drogenschmuggel nichts wissen, sondern will überhaupt nur Reisebegleiter und Navigator des Vaters gewesen sein. Doch den Ausführungen der beiden Angeklagten wurde schließlich kein Glauben geschenkt: Der 61- Jährige fasste ingesamt 14 Jahre Haft aus, sein Sohn muss für vier Jahre ins Gefängnis. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

09.03.2016, 18:40
Claudia Tröster, Kronen Zeitung/red/AG
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2016 krone.at | Impressum