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07.12.2016 - 15:11
Die Angeklagten im Gerichtssaal
Foto: APA/BARBARA BUCHEGGER

Milde Urteile nach blutiger Familienfehde in Wien

22.01.2015, 18:43
Mit milden Urteilen ist der Prozess um eine blutige Auseinandersetzung zweier tschetschenischen Familien am Donnerstag zu Ende gegangen. Sechs Männer bekamen mehrmonatige Haftstrafen, ein Angeklagter wurde freigesprochen. Die Beschuldigten trafen sich im Oktober auf einer Wiese in Wien-Floridsdorf, um sich auszusprechen, am Ende waren vier schwer verletzt. Die Urteile sind rechtskräftig.

Der 42- jährige Hauptangeklagte, der bei dem Streit geschossen hatte, erhielt wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung 24 Monate, davon acht unbedingt, sein 48- jähriger Kontrahent muss wegen schwerer Körperverletzung von 18 verhängten Monaten sechs verbüßen. Die 20- bzw. 24- jährigen Söhne des 48- Jährigen müssen aufgrund ihrer einschlägigen Vorstrafen 14 bzw. 15 Monate hinter Gitter. Ihr Cousin wandert für 16 Monate ins Gefängnis. Der Bruder des 48- Jährigen fasste zwölf Monate auf Bewährung als Beitragstäter aus.

Auslöser des Streits war ein Foto einer jungen Frau im Arm eines Mannes,  was für deren 48- jährigen Vater eine Ehrenbeleidigung bedeutete. Ein 42- Jähriger, der das Foto herumgereicht haben soll, sowie zwei Begleiter trafen die fünf Mitglieder der anderen Familie auf einer Grünfläche in Wien- Floridsdorf. Dort dürfte die Auseinandersetzung eskaliert sein. Drei Männer erlitten Schusswunden durch den 42- Jährigen, der wiederum musste Schläge und Messerstiche einstecken.

Versöhnung vor Imam

Im Prozess erzählten die beiden Parteien verschiedene Versionen der Auseinandersetzung. Dennoch wollte keiner der Angeklagten seine erlittenen Verletzungen vor Gericht geltend machen. Der 42- jährige Hauptangeklagte und sein 48- jähriger Kontrahent versöhnten sich vor einem extra herbeigeholten Imam der Gefängnisseelsorge. Mit der Hand auf dem Koran versprach der Jüngere, Gewalttätigkeiten gegenüber der anderen Familie zu unterlassen. Danach gaben sich die beiden die Hand und umarmten sich.

22.01.2015, 18:43
AG/red
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