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03.12.2016 - 15:08
Luftaufnahme der zum Verkauf angebotenen Martinek-Kaserne
Foto: sivbeg.at

Martinek- Kaserne: Startgebot bei 33,1 Mio. Euro

20.11.2014, 11:31
Die seit Ende 2013 stillgelegte Martinek-Kaserne in Baden stand lange Zeit als mögliche Flüchtlingsunterkunft im Gespräch. Doch für Bürgermeister Kurt Staska (ÖVP) war ein "zweites Massenquartier in fünf Kilometern Entfernung zu Traiskirchen undenkbar", weshalb Ende September diese Idee des Verteidigungsministeriums endgültig verworfen wurde. Nun soll die Kaserne verkauft werden. Das Bieterverfahren im Internet läuft bis 27. Februar 2015. Der Mindestverkaufspreis liegt bei 33,1 Millionen Euro.

Diese Summe entspricht einem Quadratmeterpreis von rund 83 Euro für das 402.000 Quadratmeter große Areal, auf dem sich 50 Gebäude bzw. Gebäudeteile mit insgesamt rund 71.000 Quadratmeter Nettogeschoßflächen befinden. Mit dem Verkauf ist die Strategische Immobilien Verwertungs- , Beratungs- und Entwicklungsgesellschaft (SIVBEG)  beauftragt worden.

Teuerste Immobilie auf willhaben.at

Im Online- Anzeigenportal willhaben.at , wo die Immobilie seit Kurzem angeboten wird, zählt die Kaserne zu den teuersten Immobilien. In diese Preisklasse fallen sonst etwa Villen in Saint Tropez und in Kalifornien um je 30 Millionen Euro.

Zwar steht die gesamte Kaserne unter Denkmalschutz, nach einer entsprechenden Umwidmung (derzeit Sondergebiet- Kaserne) soll eine Durchmischung von Wohn- , Büro- , Kultur- und Freizeiteinrichtungen entstehen. Denn eines ist klar: Eine "Privatarmee", wie es Bürgermeister Staska zu Beginn des Jahres scherzhaft meinte, werde wohl nicht einziehen dürfen.

Baden plant neuen Stadtteil

Die günstige Lage am südlichen Stadtrand von Baden (das Stadtzentrum vom nördlichen Rand der Kaserne ist lediglich 1,5 Kilometer entfernt) wird von der Stadt als besonderer Kaufanreiz betrachtet. Ein zukünftiger neuer Stadtteil muss dann aber natürlich auch verkehrstechnisch erschlossen werden. Während für das Verteidigungsministerium aus budgetären Gründen wohl ein rascher Verkauf angedacht ist, will die Stadt Baden nichts überstürzen.

20.11.2014, 11:31
red/AG
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