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08.12.2016 - 15:23
Foto: Lukas Derkits/Pressestelle BFK Vösendorf

Kunststofffabrik brannte in NÖ lichterloh

22.08.2014, 13:17
In einer Kunststofffabrik in Vösendorf im niederösterreichischen Bezirk Mödling ist in der Nacht auf Freitag ein Großbrand ausgebrochen. Die Feuerwehr wurde um kurz nach 4 Uhr früh alarmiert, mehrere Feuerwehren der Umgebung waren mit rund 130 Einsatzkräften und 25 Fahrzeugen vor Ort. Die Flammen wurden mittlerweile unter Kontrolle gebracht, eine Brandwache wurde eingerichtet.

Das Feuer wütete nicht nur in dem rund 1.000 Quadratmeter großen Gebäude, auch am Gelände abgestellte Firmenfahrzeuge waren laut Einsatzkräften aufgrund der enormen Hitze in Vollbrand geraten. Doch auch Plastikteile von geparkten Pkws an der Ortsstraße begannen zu schmelzen - so auch Teile der Ausrüstung der Einsatzkräfte. Bei den Löscharbeiten erlitt ein Feuerwehrmann wegen der extremen Hitze sogar einen Kreislaufzusammenbruch. Er wurde von Rettungskräften versorgt.

"Gesamter Dachstuhl einsturzgefährdet"

Um ein Übergreifen der Flammen auf weitere Produktionshallen auf dem Areal zu verhindern, wurden weitere Wehren nachalarmiert. Ein Innenangriff sei jedoch "aufgrund des eingestürzten Metalldaches und der drohenden Einsturzgefahr des gesamten Dachstuhles" nicht möglich gewesen, hieß es seitens der BFK Mödling. Vorsorglich wurden zudem Strom- sowie Gaszuleitungen abgeschalten, wovon auch die Vösendorfer Bevölkerung teilweise betroffen war. Zwei Stunden nach Einsatzbeginn konnte das Feuer endlich unter Kontrolle gebracht werden.

Cobra- Einsatz wegen Gasflasche

Wenig später wurden die Helfer jedoch vom Besitzer des Halle darüber in Kenntnis gesetzt, dass sich in dem Gebäude eine Acetylenflasche befinde. Wegen der enormen Hitze drohte diese zu explodieren. Um den Druck aus der Flasche zu nehmen, wurde die Sondereinheit Cobra alarmiert, die durch einen gezielten Schuss ein Loch in das Objekt schießen sollte. Als die Feuerwehrmänner den Behälter jedoch fanden, stellte sich heraus, dass es offenbar bereits während der Löscharbeiten zu einer Explosion der Gasflasche gekommen war.

Nach fast vier Stunden Löscheinsatz konnten sich die ersten Feuerwehrkräfte zurückziehen, jedoch hatte das Material bei dem Einsatz erheblichen Schaden genommen - so waren u.a. zahlreiche Schläuche kaputt gegangen und müssen ersetzt werden. Mittlerweile wurde eine Brandwache eingerichtet, um etwaige Glutnester sofort bekämpfen zu können.

Der entstandene Sachschaden ist bislang nicht bekannt, ebenso wenig die Brandursache.

22.08.2014, 13:17
red/AG
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