Willkommen
|
Facebook Twitter Google Plus
26.05.2017 - 05:21
Schauspieler Andreas Lust als Polizist in "Einer von uns"
Foto: Golden Girls Filmproduktion / Video: YouTube.com/Arash T.Riahi

"Einer von uns": Todesschuss von Krems verfilmt

13.09.2015, 18:46
Es waren zwei Jugendliche, denen unheimlich langweilig war, die den Kick suchten, das Adrenalin spüren wollten - und es beim Einbrechen fanden. Am 5. August 2009 endete das gefährliche Unterfangen im Merkur-Markt in Krems fatal. Wir kennen den Fall um die polizeilichen Todesschüsse - jetzt werden alte Wunden erneut aufgerissen. Im Film "Einer von uns" wird die Geschichte von damals neu erzählt und interpretiert.

Der beim spanischen San Sebastián Filmfestival für einen Preis nominierte Streifen basiert auf der wahren Begebenheit in Niederösterreich. Florian P. (14) und Roland T. (16) waren in der Realität die Hauptakteure der Tragödie im Jahr 2009 - das Duo brach in einen Supermarkt ein. Die dramatischen Folgen sind bekannt: Florian P. wurde erschossen, der Polizist zu acht Monaten bedingt verurteilt.

Und so präsentiert sich der Film im Trailer: Ein Bursche sitzt am Steuer eines Wagens, greift nach einer Spielzeugpistole am Beifahrersitz, während er an einer Zigarette zieht. Ein Jugendlicher tritt gegen einen Mistkübel - trostlos. Dann wird es dunkel.

"Rebellion der örtlichen Jugend"

Ein Bursch marschiert durch den Gang eines Supermarktes, setzt sich seine Kapuze auf und hält seine Mittelfinger vor die Überwachungskamera. Gesichter sind im 68 Sekunden dauernden Clip kaum zu erkennen - ausgenommen jenes von Schauspieler Andreas Lust. Er trägt eine Polizeiuniform, hinterlässt blutige Fußspuren.

Doch die Familie des toten Buben und die Exekutive werden nach sechs Jahren wieder mit dem Drama konfrontiert, wenn "Einer von uns" über die Kinoleinwände läuft. Einen "kurzen Moment der Freiheit", nennt Regisseur Richter die Straftat der Jugendlichen in seinem Film. Die "Rebellion der örtlichen Jugend" solle damit aufgezeigt werden. Die blutigen Schuhabdrücke des Polizisten bleiben unkommentiert. Detail am Rande: ORF und Land Niederösterreich sponsern die umstrittene Produktion.

13.09.2015, 18:46
Sandra Ramsauer, Kronen Zeitung
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Meistgelesen
Meistkommentiert
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum