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04.12.2016 - 21:32
Ein Warnschild in der Geisterstadt Prypjat
Foto: APA/AFP/SERGEI SUPINSKY

Tschernobyl: Solarkraftwerk in Sperrzone geplant

21.11.2016, 12:03

Rund 30 Jahre nach der Atomkatastrophe von Tschernobyl planen zwei chinesische Unternehmen im Sperrgebiet um den immer noch radioaktiv strahlenden Reaktor den Bau eines Solarkraftwerks. Mit den Arbeiten solle im kommenden Jahr begonnen werden, teilte die Firma GCL System Integration Technology mit, die zusammen mit dem Konzern China National Complete Engineering an dem Projekt arbeitet.

Die Ukraine ist immer noch stark von Atomstrom abhängig. Seit Kurzem bemüht sich die Regierung in Kiew aber um den Ausbau alternativer Energien. Der Unglücksreaktor soll im kommenden Jahr mit einer 1,5 Milliarden Euro teuren neuen Schutzhülle umschlossen werden.

Etwa 30 Kilometer rund um das AKW von Tschernobyl gilt eine Sperrzone. "Wir versuchen die geschädigte Gegend mit grüner und erneuerbarer Energie zu sanieren, das wird beachtliche soziale und wirtschaftliche Vorteile bringen", sagte GCL- Chef Shu Hua.

Der Bau der 1- Gigawatt- Anlage in der Ukraine sei Teil der internationalen Expansionspläne. Auch im Heimatland setzen die Chinesen auf durch Umweltschäden verseuchten Boden als Standort für Solar- und Windkraftanlagen.

Genauer Standort bleibt geheim

Wo genau um Tschernobyl das Kraftwerk entstehen soll, wurde nicht bekannt gebeben. Ein Manager des chinesischen Unternehmens, der anonym bleiben wollte, erklärte allerdings gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Areal bereits mehreren Überprüfungen unterzogen worden sei.

21.11.2016, 12:03
AG/red
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