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27.02.2017 - 18:14
Parteichefin Glawischnig schminkte sich minutenlang im Nationalrat.
Foto: ORF

Die Grünen brauchen einen (weiblichen) Kurz

02.02.2017, 16:40

Kompetent, dynamisch, durchsetzungsstark, kein Herumgesudere mit Politiker- Floskeln - manche meinen, dass dies alles auf den jungen ÖVP- Außenminister zutrifft. Zumindest steht außer Streit: Sebastian Kurz setzt sich durch. So wie jetzt mit dem Burkaverbot. Das kam zwar bei diversen selbst ernannten Eliten nicht gut an, aber bei den restlichen 99 Prozent der Österreicher.

Und Sebastian Kurz geigt der SPÖ- Staatssekretärin Muna Duzdar auch ziemlich klar rein, was er von ihrem Kreuz- weg- Vorschlag hält.  Nämlich gar nix. Damit vertritt er zum zweiten Mal in einer Woche eine sehr breite Mehrheit der Österreicher.

Zeitgleich formulieren die Grünen eine parlamentarische Anfrage, warum der Innenminister Kot vor seiner Haustüre hatte und dies filmte. Eh irgendwie lustig. Und die Parteichefin schminkt sich minutenlang in einer Debatte des Nationalrats (siehe Bild oben).

Sebastian Kurz
Foto: APA/Georg Hochmuth

"Ja: Wir bräuchten auch einen jungen Kurz an der Parteispitze. Und zwar am besten einen weiblichen", sagen jetzt immer mehr Polit- Profis der Öko- Fraktion im direkten Gespräch mit Journalisten.

Der Gedanke ist nicht neu: Schon im Herbst wurde intern diskutiert, dass Eva Glawischnig nach all den Jahren in der Opposition seit 2008 deutlich an Frische, an politischem Gspür und am nötigen Charisma verloren hätte (was übrigens auch einige FPÖ- Funktionäre über Heinz- Christian Strache verbreiten).

Eva Glawischnig
Foto: APA/Barbara Gindl

Noch lange sollten sich die Grünen nicht mehr mit einer Neuaufstellung Zeit lassen: Zu brüchig ist der aktuelle Waffenstillstand der Regierungskoalition, noch immer drohen für dieses Jahr Neuwahlen. "Bei einer vorverlegten Nationalratswahl im Mai hätt's uns ordentlich zersaust", sagt ein Grün- Funktionär offen.

Inoffiziell wird dazu bestätigt, dass die Suche nach dem "Austria's next green Topmodel" bereits läuft. Die streitbare, ultralinke Sigi Maurer gilt als Favoritin.

Sigi Maurer
Foto: Reinhard Holl

Oder auch Tirols Landeshauptmann- Stellverteterin Ingrid Felipe.

Ingrid Felipe
Foto: Christof Birbaumer

Ins große Finale hat's noch keine geschafft.

Chefredakteur krone.at
Richard Schmitt
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