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09.12.2016 - 12:59

Nickelback zelebrierten Top- Hits zu "Hallowien"

01.11.2013, 01:12
Rock-Show zu Halloween: Am Donnerstagabend gaben sich die kanadischen Superstars Nickelback in der Wiener Stadthalle die Ehre und feuerten im Zuge ihrer "Hits"-Tour die erfolgreichsten Granaten ihrer Bandgeschichte ab. Der frisch verheiratete Frontmann Chad Kroeger erwies sich als perfekt gelaunter Frontmann mit den Hang ins Humoristische.

Die Haare sind modisch kurz, der Bart auf ein Minimum gestutzt, und auch die Falten haben sich vermehrt – nicht mal am kanadischen Rock- Superstar Chad Kroeger ist die Zeit spurlos vorübergegangen. Zur großen Österreich- Rückkehr nach mehrjähriger Abwesenheit lassen sich zum Monatsende aber gut 13.000 Fans in die Wiener Stadthalle bewegen, die ausnahmslos das bekommen, auf was sie bei anderen Bands oft ein Leben lang warten müssen: eine Show, die ausschließlich aus den größten Hits der Band besteht.

Kostümierung nur abseits der Bühne

Programmatisch "The Hits"- Tour betitelt, zeigen sich die Kanadier von Beginn an in bester Laune, verzichten während ihres gut 95- minütigen Sets entgegen den Meldungen in diversen Interviews aber völlig auf Halloween- Einlagen. Dafür ist das Wiener Publikum zuständig, das sich schon vor dem Konzert für die lange Partynacht gerüstet hat und wahlweise als Zombie, Teufel, Hexe oder Batman- Joker durch die Stadthalle schlendert und dem Abend damit eine Dosis Eigenständigkeit beschert.

Showtechnisch – und das wissen Fans, die mit der Band schon mal in Live- Berührung kam – durfte man sich schon im Vorfeld wenig erwarten. Pyroeffekte, aufwendige Bühnenbauten oder penibel einstudierte Choreografien sucht man vergeblich, und sie sind auch nicht nötig. Nickelback benötigen auf ihrer Zeitreise durch die Bandgeschichte lediglich fünf große Videoleinwände, ein paar wenige eingespielte Animationen und die Kraft des klassischen Rockband- Gefüges: Stimme, Gitarren, Bass, Schlagzeug. Mit an Bord auch wieder der zurückgekehrte Backup- Gitarrist Timmy Dawson, der weder bei System Of A Down, noch bei Tool oder seinem Soloprojekt glücklich wurde.

Ehefrau als Zusatzmotivator

Nach dem "Star Wars"- Intro "Imperial March" rocken Kroeger und Co. mit "Animals" in Hochgeschwindigkeit los und werden von Anfang an mit frenetischem Beifall bejubelt. Die am 1. Juli finalisierte Hochzeit mit Superstar Avril Lavigne scheint dem Frontmann ordentlich Wind unter den Flügeln gegeben zu haben, denn neben einer tadellosen Stimmleistung glänzt der Blondschopf auch mit viel Humor und bestechend guter Laune. So schreit er – angeregt von einem Fan- Plakat – lauthals "Geile Scheiße" an die Saaldecke, amüsiert sich nach "Photograph" über geworfene Unterwäsche auf seinem Gitarrenhals und ist vom Applaus zu "Rockstar" so angetan, dass er glatt ein "Wir sollten wohl nach Wien ziehen" in den enthusiasmierten Saal wirft.

Zwischen dem humorigen Geplänkel rattern Nickelback ihre zahlreichen Topseller wie "Something In Your Mouth", "Too Bad" oder den Ur- Hit "How You Remind Me" mühelos herunter und beweisen, dass man erdigen Mainstream- Rock auch erfolgreich ohne überkandidelte Showeffekte zelebrieren kann. Keine andere Rockband konnte in den letzten Jahren so beharrlich zwischen kantigen Riffs und zuckersüßen Balladen pendeln, ohne dabei an Glaubwürdigkeit einzubüßen.

Hits ohne Glanz

Nach einem gekonnten Drumsolo von Daniel Adair (der mit seinem Terminator- Shirt übrigens einen hervorragenden Österreich- Bezug aufweisen konnte) beginnt Chad Angebote für seine "Prostituierte", Gitarrist Ryan Peake, entgegenzunehmen und bekommt dafür von den weiblichen Fans in der ersten Reihe Fünf- und Zehn- Euro- Scheine entgegengefächert. Peake wiederum hat seinen großen Auftritt als Leadsänger beim Elton- John- Cover "Saturday Night's Alright For Fighting", das überraschend gut gelingt und zum abschließenden "Burn It To The Ground" leitet. Das alles ergibt eine saubere, gekonnte und routinierte Show, der es aber doch an Überraschungsmomenten und Mut zur Spontanität fehlte. Hits eben – nicht weniger, aber auch nicht mehr.

01.11.2013, 01:12
Robert Fröwein, Kronen Zeitung
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