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26.03.2017 - 20:30
Foto: Katsey

Müßig Gang: Hip- Hop trifft Wienerlied

09.04.2014, 17:00
Mit "Kabinenparty" brachte der Linzer Hip-Hopper Skero vor wenigen Jahren die heimischen Tanzflächen zum Glühen. Nun taucht er gemeinsam mit Wienerglühn in eine völlig andere Welt ein und lässt das traditionelle Wienerlied wieder aufleben. Selbstverständlich ohne Stress.

Das Wienerlied ist längst keine vom Aussterben bedrohte Art mehr, keine "Wien, Wien, nur du allein"- Touristenromantik für japanische Knipserbanden in verschnörkelten Heurigen. Immer mehr Künstler holen das Wienerlied ins Hier und Jetzt. Einer davon ist der Hip- Hopper Skero. Gemeinsam mit den Lokalmatadoren Wienerglühn gründete er sein neuestes Musikprojekt Müßig Gang.

Unverhofft kommt oft

Eigentlich sollte es nur ein einmaliger Ausflug in die Wiener Klangwelt werden. "Wir haben für sein Solo- Album einen Song gemeinsam aufgenommen", erzählt Rudi Gratzl, Sänger von Wienerglühn. "Erst haben wir Lieder nachgespielt, aber dann bald begonnen, eigene zu schreiben."

"Seit Erfindung des Wienerlieds hat sich viel getan in der Musik, das muss einfließen. Nur so bleibt Musik lebendig. Durch reine Traditionspflege passiert gar nichts", erklärt Skero. "Wir wollen nicht die Asche anbeten, sondern das Feuer bewahren."

Stress lass nach

"Aller Laster Anfang" heißt ihr erstes Album – in Anspielung auf die biblische Verteufelung des Müßiggangs. "Das sehen wir gar nicht so. Es gibt einen Unterschied zwischen dem negativen 'Owezahn' und dem Müßiggang, bei dem man einfach mal den Fuß vom Gas nimmt. Vielleicht ist unsere Platte ein Beitrag dazu, dass man sich bei all dem Stress entspannt zurücklehnen kann."

Keinem Müßiggang frönen die heimischen Künstler in näherer Zukunft, denn voerst geht es mit den neuen Songs auf die Bühne. Am 25. April in der Wiener Szene, am 9. Mai auf der Bühne Purkersdorf, am 16. Mai beim Linz Fest im Ö1- Zelt und am 10. Juni gemeinsam mit den Gebrüdern Marx im Wiener Stadtsaal. Tickets erhalten Sie unter 01/960 96 999 oder im "Krone"- Ticketshop .

09.04.2014, 17:00
Franziska Trost, Kronen Zeitung/frö
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