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10.12.2016 - 07:20
Foto: Viennareport

Lady Gaga: Dunkle Jahre in einer grellen Zeit

25.10.2014, 17:00
Lady Gaga war die schillernde Königin ihres eigenen Universums – doch das hatte seine Schattenseiten. Nun schockiert sie mit einer berührenden Beichte: "Ich wollte nicht mehr leben." Glücklicherweise traf sie die richtigen Menschen und befindet sich wieder in Top-Form - zu sehen am 2. November in der Wiener Stadthalle.

Auf der Bühne bringt sie Farbe in eine künstliche Eiswelt. Barbarella- Look, Dalmatiner- Outfit mit Mega- Tentakel, Manga- Tanz- Puppe und    Unterwäsche in allen Farben und Formen – die Inszenierung ihrer ARTPOP- Tournee, mit der sie nächsten Sonntag in Wien Station macht, ist so schrill, ausgefallen und sexy, wie man es von Lady Gaga erwartet.

Larger Than Life

Doch die aufwendige Fassade scheint schon seit einiger Zeit zu blättern. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Stern" ließ sie nun hinter ihren persönlichen Maskenball blicken. "Ich liebe die Shows, die ich gemacht habe, dieses ganze Drumherum allerdings, die Kostüme und das Marketing wurden größer als ich selbst. Deshalb musste ich das beenden. Vielleicht nicht für immer, aber zurzeit."

Das ist also der Grund, warum sich Gaga in den vergangenen Wochen so ladylike in der Öffentlichkeit zeigte – die schräge Scharade hebt sie sich nur noch für ihre Konzerte auf. Abseits der Bühne setzt die 28- Jährige auf elegante Roben, Hochsteckfrisuren und Jackie- O-Sonnenbrillen.

Geld über Musik

Schockieren will sie, wenn überhaupt, nur noch sich selbst. "Ich musste gegen mich selbst rebellieren, um wieder glücklich zu sein!" –"Zum Schluss ging es viel zu viel um Geld und nicht mehr um Musik. Gaga war eine Geldmaschine geworden."

Den absoluten Tiefpunkt erreichte Lady Gaga, als sie vergangenes Jahr an der Hüfte operiert wurde und 21 Konzerte absagen musste. Da spürte sie mit aller Gewalt, was in ihrer Welt der Perfektion mit jemanden passiert, der nicht mehr funktioniert. "Ich habe mich sehr einsam gefühlt. Aus meinem engsten Team war niemand für mich da – während der Operation, während meiner gesamten Genesung. Ich lag in meinem Krankenhausbett und fühlte mich wie eine Kuh. Ich hatte die ganze Zeit Milch gegeben und wurde gemolken. Aber als ich krank wurde und keine Milch mehr geben konnte, da sagten sie nur: Ruft uns an, wenn die Kuh wieder gesund ist."

Träume verloren

Millionen Follower auf Twitter konnten sie nicht aus der Einsamkeit retten, wenn das echte Leben zu schwer wird, können auch sie nicht die helfende Hand reichen. "Ich habe kein Licht mehr gesehen. Nirgendwo mehr. Es fiel mir schwer, aus dem Bett aufzustehen. Ich habe das Träumen verloren. Ich wollte nicht mehr leben."

Bulimie, Magersucht, Antidepressiva – die größte Pop- Ikone unserer Zeit versteckte ihre Auf und Abs hinter aufsehenerregenden Kostümen. "Ich war dick und dünn, haltlos. Ich habe gegessen, ich habe gebrochen", gesteht sie heute. Sie feuerte ihren Manager, suchte sich ein neues Team, für das ihr wahres Ich Stefanie Germanotta wichtiger ist als Lady Gaga – und traf schließlich Jazz- Legende Tony Bennett, den sie zu ihrem Lebensretter erkor.

Rettendes Duett

Mit dem 88- Jährigen, über den Gaga mal meinte, er habe "die größten Eier der Musikbranche", nahm sie das Jazz- Album "Cheek To Cheek" auf – ganz ohne Schnörkel und Bombast. "Er akzeptierte mich so, wie ich bin."

Lady Gaga hat sich hinter all der Maskerade also wieder selbst gefunden. Heute geht es ihr wieder gut. "Ich habe mit Meditation angefangen, viel in mich hineingehört. Ich habe medizinische Ayurveda- Therapien gemacht und meine Angstzustände und Depressionen unter Kontrolle bekommen. Ich brauche zwar noch Medikamente, aber die Traurigkeit bestimmt nicht mehr mein Leben. Ich kann sagen, ich bin zu alter Größe zurückgekehrt, vielleicht noch mehr als das. Ich bin stärker geworden, weil ich durch die Hölle gegangen bin. Ich habe mich selbst überlebt. Ich bin Teflon- Gaga, an mir prallt alles ab."

Lady Gaga live in Wien

Teflon- Gaga kommt am 2. November auch zu ihrem lang erwarteten Konzert in die Wiener Stadthalle. Restkarten gibt es noch unter 01/960 96 999 oder im "Krone"- Ticketshop.

25.10.2014, 17:00
Franziska Trost, Kronen Zeitung/frö
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