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09.12.2016 - 11:31

Enter Shikari paralysierten in der Wiener Arena

18.01.2013, 11:33
Paralysierende Electro-Beats, krachende Hardcore-Gitarren, beeindruckende Licht-Effekte - die britischen Electrocore-Helden Enter Shikari begeisterten am Donnerstagabend in der Wiener Arena mit einer explosiven Show, die Augen und Ohren Freude bereitete.

Die riesige Menge an Schnee und damit einhergehende Verkehrsbehinderungen können nicht verhindern, dass sich die Wiener Arena bei einem der ersten Konzerthighlights des jungen Jahres 2013 gut füllt. Enter Shikari, die innovativen Schubladen- und Stilverweigerer aus England, sind gerade auf Europatour und bringen einen Abend lang auch die Stimmung in der österreichischen Bundeshauptstadt zum Kochen. Doch bevor sich die Fans an der exzentrischen Mischung aus Metalcore, Electro und Screamo erfreuen dürfen, werden sie von harten Klängen der Cancer Bats aufgewärmt.

Brettharte Riffs

Eine interessante Melange aus rifflastigen Rockzitaten, explosivem Hardcore und einer kräftigen Kante 80er- Jahre- Punk prädestinieren das Quartett aus Toronto dazu, der perfekte Anheizer für den folgenden Headliner zu sein. Das Publikum ist anfangs noch überschaubar und hält Respektabstand zur Bühne, aber die sympathische und gleichzeitig exaltierte Bühnenperformance von Sänger Liam Cormier, vermischt mit eingängigen Metal/Rock- Stampfern wie "Drunken Physics", "Hail Destroyer" oder "Smiling Politely", vermag durchaus zu überzeugen.

Fein vorbereitete Deutsch- Sätze ("Megageil" oder "Schönen Abend") kommen ebenso gut an, wie die Spiel- und Bewegungsfreude der Cancer Bats auf der Bühne - und spätestens als der Beastie- Boys- Hit "Sabotage" als rasantes Heavy- Metal- Cover dargeboten wird, bekommt man den fälligen und verdienten Applaus zugesprochen.

Bewegungsfreude

Nach einer kurzen Umbaupause wird aus den Lautsprechern der Countdown bis zum Beginn des Enter- Shikari- Konzerts runtergezählt. Das ist so professionell und in gewisser Hinsicht auch so narzisstisch wie die Band selbst. Angetrieben von den steigenden Erfolgen und Verkaufszahlen der letzten Jahre, verkaufen die Briten mittlerweile recht locker Hallen und Arenen aus. Diese Selbstsicherheit manifestiert sich bei Enter Shikari auch im Stageacting. Des Öfteren erklimmen Gitarrist Liam Clewlow und Bassist Chris Batten das Arena- Bühnenequipment, wirbeln wie Derwische über die Bühne und lassen sich auch vom einen oder anderen daherfliegenden Bierbecher nicht aus der Fassung bringen.

Enter Shikari machen Musik für alle Sinne, denn wo eine Mischung aus Metalcore, Postrock und Hardcore den roten Faden bildet, lassen sich Electro- und Dubstep- Elemente passend integrieren. Untermalt wird diese explosive Mixtur von paralysierenden Lichteffekten und drei meterhohen LED- Säulen, die mit bunten Visuals auch Nahrung für das Auge bieten. Die beiden großen Konstanten der Show sind einerseits die beeindruckende Hingabe, mit der die Band Songs wie das explosive "Meltdown", "Gandhi Mate, Gandhi" oder "Destabilise" zelebriert, andererseits das begeisterte Publikum in der Arena, das nicht nur text- und taktsicher ist, sondern auch die ganze Vorstellung hindurch begeistert johlt.

Musik ohne Grenzen

Gelegentliches Schmunzeln kann man sich nicht verkneifen, denn ein Song wie "Mothership" zitiert genau die 90er- Jahre- Disco- Beats, mit denen ein Großteil der Anwesenden noch vor wenigen Jahren verjagt werden konnte. Die Briten fürchten sich auch nicht, 80er- Synthie- Pop, Hip- Hop- Elemente, klassischen Pop und viel Trance in ihre ausladenden Kompositionen zu integrieren. Das geht sogar so weit, dass das hymnische "Gap In The Fence" halbakustisch vorgetragen wird, ohne dabei Drive und Verve zu verlieren.

Der Zugabenblock fällt mit den Songs "Constellations", "Pack Of Thieves" und "Zzzonked" üppiger als erwartet aus, nur bei der verbalen Interaktion mit dem Publikum geizen Enter Shikari mit Wörtern und Ansagen. Die Begeisterung ist nach dem Konzert aber auf beiden Seiten groß - schlussendlich werden ausschließlich zufriedene Gesichter in die Wiener Winterkälte entlassen.

18.01.2013, 11:33
Robert Fröwein, Kronen Zeitung
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