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03.12.2016 - 00:07
Foto: APA/HANS PUNZ, krone.at-Grafik / Video: APA

Ambros und Fendrich versöhnen sich auf der Bühne

23.06.2013, 09:04
Das Kriegsbeil scheint endgültig begraben: Die beiden Austropop-Veteranen Wolfgang Ambros und Rainhard Fendrich haben sich am Samstagabend live vor Tausenden Fans auf dem Wiener Donauinselfest versöhnt. Nach zwei aufeinanderfolgenden Einzelkonzerten spielten die beiden zwischenzeitlich zerstrittenen Musiker einen Zugabenblock und traten damit zum ersten Mal seit langem gemeinsam auf. Das Publikum reagierte mit tosendem Applaus.

Auslöser des Streits waren Ambros' Aussagen zu Fendrichs Kokainkonsum bei den Austria- 3-Konzerten gewesen. Den Drogenkonsum seines Freundes hatte er als ausschlaggebend für das Ende von A3 bezeichnet. Im vergangenen Dezember hatten die beiden dann erstmals wieder Kontakt, die Funkstille sei beendet, hieß es damals.

Am Samstag folgte nun die publikumswirksame Versöhnungszeremonie. Nachdem beide Austropopper hintereinander jeweils eine Art Best- of ihrer Gassenhauer gespielt hatten, kamen sie noch einmal zurück auf die Bühne - und zwar gemeinsam. Und das genau einen Tag nach dem sechsten Todestag von Georg Danzer, dem dritten, im Jahr 2007 verstorbenen Mitglied von A3.

"Wir waren auch schon Headliner"

Sie umarmten einander und spielten insgesamt sieben Songs gemeinsam - darunter "Ruaf mi net an", "Baba und foi ned" und die geheime Hymne "I am from Austria". Die Verbrüderung wurde von den Gästen, die das Areal vor der Ö3- Bühne in der "Krone"- Area bis auf den beinahe letzten Platz ausfüllten, mit tosendem Applaus goutiert.

Ambros hatte bereits vor seinem Auftritt eine "Überraschung" angekündigt. Manche hatten deshalb spekuliert, ob es vielleicht zu einem gemeinsamen Auftritt kommen könnte. Übrigens waren beide Austropop- Legenden nicht unglücklich darüber, dass keiner von ihnen im Vorfeld als Top- Act promotet worden war. "Wir haben auch schon an anderer Position hier gespielt, wir waren auch schon Headliner", erinnerte sich Ambros kurz vor seinem Auftritt.

Fendrich hatte zuvor eingestanden, dass er durchaus dankbar sei, dass ihm die Leute nach so langer Zeit noch zuhören. "Das Donauinselfest ist immer etwas Besonderes. Bei diesem Jubiläum auftreten zu dürfen, ist eine große Ehre für mich", sagte Fendrich wenige Stunden vor seinem Konzert. "Ich finde es toll, dass es jährlich stattfindet." Die schönsten Abende wären jene mit Austria 3 gewesen, erinnerte sich Fendrich. "Der traurigste Abend war, als ich 2007 statt Georg Danzer aufgetreten bin, der zwei Tage zuvor verstorben ist. Aber heute wird es, glaube ich, ein schöner Event", so der Musiker.

Melancholische Töne auf FM4- Bühne

Emotional ging es gleichzeitig auch auf der FM4- Bühne zu - allerdings eher in Richtung Melancholie. Vor nicht allzu dicht gedrängtem Publikum performte die nicht gerade für ihren Happy Sound bekannte Kärntner Kombo Naked Lunch. Für Begeisterung sorgten vor allem bekannte Nummern wie "Military of the Heart" und "The Sun", wobei sich die Musiker für letztere Zugabe zwei stimmkräftige Burschen aus dem Publikum zur Unterstützung auf die Bühne holten. Für wirklich volles Haus sorgte daraufhin Maximo Park. Mit viel Körpereinsatz und Hits a la "Girls who play Guitars" und "Graffiti" spielten die britischen Indie- Rocker ein Headliner- adäquates Programm.

Randalierer verletzt Polizistin im Gesicht

Großteils verlief das Festival bisher friedlich. Lediglich bei einem Zwischenfall in der Nacht auf Sonntag wurde eine Polizistin im Gesicht verletzt. Ein 44- jähirger Randalierer war auf mehrere Beamten losgegangen und hatte der Polizistin einen Fußtritt versetzt. Der Mann wurde festgenommen. Nach Angaben der Exekutive gab es, abgesehen davon, aber bisher keine gröberen Vorfälle auf dem Festivalgelände.

1,2 Millionen Besucher am zweiten Tag

Am Samstag besuchten laut Veranstalter übrigens rund 1,2 Millionen Menschen das Donauinselfest. Damit strömten um rund 300.000 Personen mehr als am Freitag auf das Festivalgelände. Zum Vergleich: Im Vorjahr strömten rund eine Million Gäste am Samstag auf das Inselgelände.

Dabei war diesmal das Sommerwetter im Lauf des Tages nicht durchwegs garantiert. Zwischenzeitlich zeigte sich der Himmel verdüstert, immer wieder fielen Regentropfen. Letztendlich blieben die prognostizierten Gewitter aber aus.

23.06.2013, 09:04
AG/red
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