Hat gut lachen: Rapid-Geschäftsführer Peschek präsentiert den nächsten Teampartner.
Foto: GEPA

Mit Ultras im Bett? Peschek kontert Müller

24.04.2017, 13:52

Die Vorwürfe wogen schwer: Rapids Ex- Sportchef Andreas Müller zog am Sonntagabend nach dem Derby (siehe Video oben) via "Sky" öffentlich gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber zu Felde, warf gerade Rapid- Präsient Krammer und -Wirtschaftschef Peschek vor, mit den Ultras in einem Bett zu liegen. Das lässt Peschek nicht auf sich sitzen und kontert mit einer üppigen Stellungnahme.

Peschek will nicht gelten lassen, dass die Ultras in wichtige Entscheidungen im Verein eingebunden seien. "Der SK Rapid ist ein Verein, der auf den Dialog mit seinen Mitgliedern, Fans, aber auch Sponsoren und Partnern setzt. Dies heißt aber nicht, dass dabei relevante Personalien gemeinsam entschieden würden. Keine Fangruppe war in irgendeiner Art und Weise mitentscheidend bei den Beurlaubungen von Müller oder auch den Trainern Büskens und Canadi oder auch der Trennung von Barisic", wird Peschek zitiert.

Hat gut lachen: Rapid-Geschäftsführer Peschek präsentiert den nächsten Teampartner.
Foto: GEPA

Hier die Aussendung in voller Länge. Darin spricht Peschek über ...

... die Aussage von Müller, dass der einzige Grund seiner Beurlaubung gewesen wäre, dass die Rapid- Ultras nicht mit ihm klar gekommen wären: "Das ist definitiv falsch und gerade Andreas Müller bekannt und wurde ihm auch ganz klar von Präsident Michael Krammer und Vizepräsident Nikolaus Rosenauer kommuniziert. Neben der damals aktuellen sportlichen Situation (die letzten zehn Bundesligaspiele unter Büskens brachten lediglich zwei Siege und ein negatives Torverhälntnis von 9:12, Anm.) waren vor allem nachfolgende Gründe ausschlaggebend. Neben der Trainerpersonalie im Juni 2016 wurde das ursprünglich geplante Budget für die Kaderkosten massiv überschritten. Manche Spielerzugänge wurden im letzten Transferfenster nämlich nur genehmigt, da Müller im Gegenzug versicherte, andere Spieler noch abzugeben und wir über die entsprechenden wirtschaftlichen Möglichkeiten verfügten. Die beschlossene Reduktion ist bekanntlich nicht passiert, so ging Rapid mit einem viel zu großen Kader, der dementsprechend viel zu hohe Kosten und zusätzliche Unruhe in der Mannschaft verursachte, in diese Spielzeit. Die ausgebliebene konstruktive und aktive Mitwirkung an der Arbeit zur Verbesserung der Trainingsinfrastruktur für alle Mannschaften und strategisch- konzeptionelle, strukturelle Zukunftsplanung des sportlichen Bereichs sowie Kritik an seinem Führungsstil waren weitere Gründe."

... das Argument von Müller, dass er vor Mike Büskens eigentlich Franco Foda als Trainer verpflichten wollte: "Als die Trennung von Zoran Barisic, mit dem Müller ja auch laut eigener Aussage unzufrieden war, tatsächlich nach Ende der letzten Saison absehbar war, präsentierte Müller de facto nur einen Nachfolgekandidaten, nämlich Mike Büskens. Monate vorher, nach dem Ausscheiden in der Europa- League gegen Valencia und im ÖFB- Cup gegen Admira, gab Müller sehr wohl einmal zu verstehen, dass er Franco Foda für einen möglichen Nachfolger halten würde. Dies war damals kein wirklich aktuelles Thema, geschah auch ohne jegliche Aufbereitung einer Entscheidungsgrundlage, sondern in Wirklichkeit in Form eines kurzen Small- Talks von ihm mit Präsident Michael Krammer, der ebenso unverbindlich darauf antwortete, dass er sich diesen (Foda, Anm.) spontan schwer bei Rapid vorstellen könnte."

... Müllers Aussage, dass Krammer und Peschek mit den Ultras im Bett liegen würden: "Der SK Rapid ist ein Verein, der auf den Dialog mit seinen Mitgliedern, Fans, aber auch Sponsoren und Partnern setzt. Dies heißt aber nicht, dass dabei relevante Personalien gemeinsam entschieden würden. Keine Fangruppe war in irgendeiner Art und Weise mitentscheidend bei den Beurlaubungen von Müller oder auch den Trainern Büskens und Canadi oder auch der Trennung von Barisic. Ebenso wenig bei der Bestellung neuer Persönlichkeiten in der sportlichen Leitung. Auch Andreas Müller wird bestätigen können bzw. müssen, dass es hier keinerlei Einfluss bei Spielertransfers oder Trainerpersonalien gab. Im Gegenteil, bei den Trainerentscheidungen Barisic/Büskens samt Trainerteam wurde ebenso wie bei Spielerverpflichtungen oder -abgaben genauso wie bei Vertragsverlängerungen ausnahmslos auf Vorschlag bzw. Empfehlung der operativ sportlichen Leitung, die eben Andreas Müller von Jänner 2013 bis November 2015 inne hatte, entschieden und gehandelt. So wurden beispielsweise auch die langfristigen Vertragsverlängerungen von Zoran Barisic (im November 2015 bis Sommer 2018 verlängert) oder Mario Sonnleitner (im Juli 2015 bis Sommer 2019 verlängert) ausnahmslos auf Empfehlung von Müller, der sich dann wenige Monate später von beiden wieder trennen wollte, genehmigt!"

... Müllers Ausführungen zur Vorgangsweise rund um den Spieler Maximilian Entrup: "Entrup wurde auf Empfehlung von Andreas Müller in der letzten Sommertransferzeit verpflichtet und sollte vorerst gleich wieder für ein Jahr verliehen werden. Als erste Gerüchte aufkamen, dass er als Jugendlicher aktiv in einem Fanklub unseres Stadtrivalen Austria Wien engagiert war, wollten wir ihn alle unterstützen um diese heikle Situation zu lösen. Der Spieler - und das mag seiner Jugend geschuldet und soll kein Vorwurf sein - leugnete dies allerdings mehrfach gegenüber sportlicher Leitung, Management und auch seinen Mitspielern um Kapitän Steffen Hofmann. Wie sich später herausstellte und Entrup dann auch einräumte, war es aber doch der Fall und standen wir damit vor einer bislang noch nicht dagewesenen Situation. Da sowohl Trainerteam als auch Andreas Müller voll von den sportlichen Qualitäten von Maximilian Entrup überzeugt waren, wurde versucht eine Lösung zu finden, damit dies auch möglich ist. Gemeinsam - und da stimmte Andreas Müller ursprünglich auch zu - wurde beschlossen, vorerst ähnlich wie beim Transfer von Manuel Neuer, der als Jugendlicher aktiv in der Fanszene von Schalke 04 engagiert war, zum FC Bayern München vorzugehen. Dies beinhaltete einen Verzicht bei der Verabschiedung direkt vor dem Fanblock, wurde von Mitspielern und Trainer auch als konstruktive Übergangslösung empfunden, wenn auch Andreas Müller wenige Tage später diesen Beschluss nicht mehr für gut empfand und die Situation damit weiter verschärfte. Als es zu dem ebenfalls von Andreas Müller erwähnten Böllerwurf in Richtung von Maximilian Entrup nach einem Spiel kam, stellte sich nicht nur er schützend vor den Spielern. Hier wurde eine ganz klare Grenze überschritten, dies war ein absoluter inakzeptabler Vorfall. Das haben alle Verantwortlichen des SK Rapid auch stets so kommuniziert, zudem konnten wir den Täter aufgrund der Bilder der Videoüberwachung auch ausforschen und mit einem Hausverbot belegen. Fakt ist aber auch, dass dieser kein Mitglied bei irgendeinem offiziellen Fanklub des SK Rapid und schon gar nicht des Vereins war."

Redaktion
krone Sport
Kommentare  
Kommentare sortieren nach:
km_num_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
Antworten sortieren nach:
km_antworten_com
km_datum_formatiert_com
von km_nickname_text_com  
km_text_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_notify_status(Object({'object_id':km_object_id_com}))"); km_kmcom_js_end_com
km_kmcom_js_begin_com kmcom_add_trigger("readcomplete","kmcom_set_delete_status(Object({'object_id':km_object_id_com, 'status':km_status_com}))"); km_kmcom_js_end_com
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).
Werbung
Werbung
Werbung
Angaben gem ECG und MedienGesetz: Medieninhaber, Hersteller und Herausgeber bzw. Diensteanbieter
Krone Multimedia GmbH & Co KG (FBN 189730s; HG Wien) Internetdienste; Muthgasse 2, 1190 Wien
Krone Multimedia © 2017 krone.at | Impressum