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01.09.2014 - 09:45

Das doppelte Laurottchen: Rudas trifft ihre Parodistin

03.04.2012, 16:56
Das doppelte Laurottchen: Rudas trifft ihre Parodistin (Bild: Christian Modler)
"Geh bitte, Oida! Die verarschen dich doch!" Tausende ORF- Seher kennen sie als grantig- bissige Laura Rudas aus der Sendung "Die Staatskünstler". Mit ihrer Parodie wurde Claudia Kottal zum Publikumsliebling. Die "Krone" brachte Mimin und Politikerin zusammen.

"Hallo, ich bin Laura." Sie sehen sich fast zum Verwechseln ähnlich, der feste Händedruck und das doch sehr selbstbewusste Auftreten verraten aber rasch, bei welcher der beiden Damen es sich tatsächlich um SPÖ- Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas handelt: "Ich freue mich, Claudia kennenzulernen. Und ich bin stolz, von einer fantastischen Darstellerin parodiert zu werden. Ich finde sie lustig!" Humor hat sie. Das findet Claudia Kottal gut. Vom Naturell beinahe schüchtern, hat sie sich vor einem Treffen mit Laura Rudas etwas gefürchtet. "Natürlich fühle ich mich komisch, jemanden derart öffentlich zu verarschen. Aber da Laura so tolerant damit umgeht, geht's mir besser!"

Wenn sich Nicholas Ofczarek (als Niko Pelinka oder Neo- Stiftungsrat Dietmar Hoscher) und Claudia Kottal (als Laura Rudas) in "Die Staatskünstler"  zuschalten (Videos findest du in der Infobox!), hält man dem ORF, Alexander Wrabetz und allen (angeblichen) politischen Einflüsterern in bester Satire den Spiegel vor.

"Die Leute merken erst jetzt wirklich, dass ich spiele"

Kottal ist erstaunt ob des plötzlichen Interesses: "Die Aufmerksamkeit, die man durchs Fernsehen bekommt, ist ein Wahnsinn. Nach acht Jahren Theater hab ich das Gefühl, dass die Leute erst jetzt wirklich merken, dass ich spiele!"

Immerhin erhielt sie 2011 als Preisträgerin den Outstanding Artist Award des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. Dass sie mittlerweile Leute auf der Straße erkennen, ist ihr nicht unangenehm. "Ich hab' eher Angst, auf die Rolle der Laura festgenagelt zu sein. Ich möchte wandlungsfähig bleiben." Eine Stunde dauert das Styling. Dann wird aus Claudia "die Laura".

Gags schreibt sie nicht: "Scheuba, Palfrader und Maurer charakterisieren Rudas als schroff, bestimmend. So versuch ich sie zu spielen." Ihre Rolle habe auch Folgen: "Ich bin heute politischer, aber Parteibuch habe ich keines." Ob die Staatskünstler mit Laura verlängert werden, ist noch offen. "Das Ende würde mir leidtun. Ich mag die Rolle. Man muss aber aufpassen, dass man nicht langweilig wird."

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Anna Richter- Trummer, Kronen Zeitung
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