Anna und Lara kennen sich schon aus der Zeit, als sie noch gemeinsam im Europacup für Furore sorgten. Damals haben die beiden bildhübschen Ski-Girls Freundschaft geschlossen und mittlerweile auch schon gemeinsam einen Urlaub verbracht.
Gut, die bereits im Alter von 17 Jahren ihren ersten Weltcupsieg feierte, heuer aber noch keinen einzigen Podestplatz holte und im Gesamtweltcup nur auf Rang 15 liegt, hat nach der Pleite in St. Moritz, wo vor drei Jahren ihr Stern aufgegangen ist, in Schweizer Medien sogar um Gnade gefleht. "Ich habe mein Bestes gegeben, dann komme ich ins Ziel und es ist wieder Scheiße. Ich weiß nicht, warum ich nicht schnell bin, im Training klappt's ganz gut. Habt Geduld. Ich kann euch nur bitten, mich nicht fertigzumachen. Ich brauche jetzt wirklich Unterstützung. Irgendwann werde ich wieder schnell sein", sagte sie den Tränen nahe.
Fenninger spricht aus Erfahrung
Auch Fenniger weiß, wie es sich anfühlt, in der Krise zu stecken. Nachdem die Salzburgerin aus Adnet zwischen 2006 und 2008 vier WM-Goldmedaillen bei den Juniorinnen holte und in den Himmel gelobt wurde, fiel sie in ein mentales Loch. Fenninger hat sich aber zurückgekämpft. Mittlerweile hat sie auch schon im Weltcup und bei der WM-Super-Kombi in Garmisch-Partenkirchen triumphiert.
Aus ihrer Krisen-Erfahrung weiß sie: "In so einer Situation ärgert man sich die ganze Zeit, man versteht nicht, warum es nicht läuft und sucht die Fehler bei sich selbst." Fenningers Ratschlag an Gut lautet daher: "Man muss Geduld haben, mit kleinen Schritten zufrieden sein und nicht gleich Berge versetzen wollen."
Gut legte als Teenager einen Senkrechtstart hin. In ihrer Heimat lastet großer Druck auf ihren Schultern, da sie als Allrounderin von den Eidgenossen immer wieder als zukünftige Gesamtweltcupsiegerin ins Spiel gebracht wird. Die Rennläuferin, die nicht immer als pflegeleicht gilt, ist vor der Saison von Atomic- auf Rossignol-Ski umgestiegen. Das sei aber kein Grund für ihre derzeitige Misere: "Wenn es nicht läuft, wird der Trainer in Frage gestellt, das Material. Aber das ist es nicht. Ich bin überzeugt, dass wir gut gearbeitet und die richtigen Entscheidungen getroffen haben."
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