Der Deutsche hatte bei einem Disco-Streit nach dem Großen Preis von China am 17. April des Vorjahres den Luxemburger Geschäftsmann und Lotus-Renault-Mitinhaber Eric Lux mit einem Champagner-Glas am Hals schwer verletzt. Lux erlitt bei der Attacke eine neun Zentimeter lange Wunde, die mit 24 Stichen genäht werden musste. Sutil hatte in dem Prozess beteuert, dass er den Geschäftsmann nicht absichtlich verletzt habe. Die Staatsanwaltschaft hatte ein Jahr und neun Monate auf Bewährung beantragt.
Sutil sagte vor Gericht: "Es tut mir wahnsinnig leid. In diesem Moment habe ich nicht gewusst, nicht bedacht, dass ich ein Glas in der Hand hatte. Es ist ein Vorfall, den ich bereue. Es wird mir bestimmt eine Lehre sein." Staatsanwältin Nicole Selzam bezeichnete es als lächerlich, dass der Formel-1-Pilot von einem Reflex spreche, und verwies auf die Aussagen eines Sachverständigen, wonach das Glas von der Seite senkrecht auf den Hals getroffen sei.
Sutil: "Für den Moment vorbei"
Sutil zog nach dem Urteil die Augenbrauen hoch, die Betroffenheit war ihm deutlich anzusehen. "Wenigstens ist es für den Moment erstmal vorbei", sagte der 29-Jährige. Ob er und sein Anwalt gegen das Urteil Berufung binnen der Frist von einer Woche einlegen werden, bleibt offen. Solange ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.
Bei Force India ausgemustert
Sutil war nach Ende der vergangenen Saison von seinem Team Force India ausgemustert worden. Für die neue Saison hat er noch keinen Vertrag. Offen ist, ob der Automobil-Weltverband FIA wegen der Strafe Sanktionen gegen den Rennfahrer einleitet.
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